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Bergdorf am Fuße des Felsens

Kakemono, Unikat, 195 x 56 cm
Artikelnummer: 3604
  • Höhe 195 cm
  • Breite 56 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

150,00 €

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Artikelbeschreibung

Am Fuß eines mächtigen, steil aufragenden Felsens gruppieren sich in diesem Kakemono mehrere strohgedeckte Häuser zu einem kleinen Bergdorf. Kahle Bäume und vereinzelte Kiefern rahmen die Szene, während die warme, gelblich-braune Tönung des Papiers der gesamten Komposition eine ruhige, herbstliche Stimmung verleiht. 

Die Felsformation ist mit kräftigen, strukturierten Pinselstrichen ausgeführt, die ihre schroffe Textur eindrücklich wiedergeben, während die Häuser mit feinen, klaren Linien nur knapp angedeutet sind. Dieser Kontrast zwischen der massiven Naturform und der zierlichen menschlichen Behausung unterstreicht die bescheidene Stellung des Dorfes innerhalb der übergeordneten Landschaft. 

Darstellungen kleiner Dörfer am Fuße imposanter Felsen oder Berge gehören zu den wiederkehrenden Themen der ostasiatischen Landschaftsmalerei, die das harmonische, aber respektvolle Verhältnis des Menschen zur Natur betonen. Für Sammler ruhiger, erdverbundener Landschaftskompositionen ist dieses Kakemono eine stimmungsvolle Bereicherung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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