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Landschaft mit Pavillon und Boot am Ufer

Kakemono, Unikat, 194 x 34 cm
Artikelnummer: 4169
  • Höhe 194 cm
  • Breite 34 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Keramik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

150,00 €

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Artikelbeschreibung

Entlang eines ruhigen Gewässers entfaltet sich in diesem Kakemono eine stille Uferlandschaft: Ein einfacher Pavillon auf Stelzen ragt über das Wasser, während am gegenüberliegenden Ufer ein kleines Boot vertäut liegt. Knorrige Bäume mit dicht belaubten Kronen rahmen die Szene und lenken den Blick in die Tiefe der Komposition. Die Tuschführung ist locker und atmosphärisch gehalten, mit weich verlaufenden Grautönen für Himmel und Wasser sowie kräftigeren, dunkleren Akzenten für Bäume und Architektur. Dieser bewusste Kontrast zwischen Nebel und Klarheit erzeugt räumliche Tiefe und eine ruhige, meditative Stimmung, wie sie für die literatengeprägte Landschaftsmalerei charakteristisch ist. Motive mit Pavillons, Booten und stillen Gewässern verweisen traditionell auf den Rückzug in die Natur und ein Leben abseits geschäftiger Welt – ein wiederkehrendes Ideal der ostasiatischen Gelehrtenmalerei. Für Liebhaber ruhiger, atmosphärischer Landschaftskompositionen ist dieses Kakemono eine stimmungsvolle Bereicherung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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