
Japanische Malerei
Direkt zu den ArtikelnKurz gesagt
Japanische Malerei wird traditionell auf Kakemono (Hängerollbildern) festgehalten, die aus Papier oder Seide bestehen und an einer Holzstange aufgerollt werden. Ein Kakemono zeigt meist ein einzelnes Motiv – etwa eine Landschaft, eine buddhistische Gottheit, Tiere, Blumen oder Kalligrafie – und wurde ursprünglich in der Tokonoma, der Bildnische traditioneller japanischer Wohnräume, aufgehängt und je nach Jahreszeit oder Anlass gewechselt.
Die Malerei erfolgt meist mit Tusche und Naturpigmenten auf Papier oder Seide, häufig ergänzt durch Goldakzente oder feine Kalligrafie-Inschriften des Künstlers. Bei densho.de finden Sie handgefertigte, überwiegend antike bis moderne Kakemono direkt aus Japan, jedes Stück ein Original und Einzelanfertigung.
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Verregnete Berglandschaft
Kakemono, Unikat, 188 x 49 cm
Verkauft

Mori Ippo
Sakura am Flussufer
Kakemono, Unikat, 180 x 53 cm
Verkauft

Suitou Kawafune
Beeren im Schnee
Kakemono, Unikat, 200 x 54 cm
Verkauft

Kasen
Vogel am Wasserfall
Kakemono, Unikat, mit Box, 200 x 70 cm
Verkauft

Kishi Ganku
Wasserfall in breiten Tuschebahnen
Kakemono, Unikat, 162 x 36 cm
Verkauft

Momori Okamoto
Herbstlandschaft mit Brücke
Kakemono, Unikat, mit Box, 170 x 55 cm
Verkauft

Seigyu Kitakami
Vogel auf einem Ahornzweig
Kakemono, Unikat, mit Box, 185 x 45 cm
Verkauft

Drachenkopf über dem Wasserwirbel
Kakemono, Unikat, 166 x 52 cm
Verkauft

Falke auf der Jagd
Kakemono, Unikat, 194 x 77 cm
Verkauft

Tosai Shishin
Drei Spatzen
Kakemono, Unikat, mit Box, 179 x 50 cm
Verkauft

Yukida Furusawa
Hahn und Henne
Kakemono, Unikat, mit Box, 195 x 54 cm
Verkauft

Landschaft und Hotei (3er Set)
Kakemono, Unikat, mit Box, 180 x 43 cm
Verkauft

Dame im dunklen Blumenkimono
Kakemono, Unikat, mit Box, 200 x 52 cm
Verkauft

Kyosho Mizutani
Kalligrafie „Chû“ (Mitte) von Kyosho Mizutani
Kakemono, Unikat, mit Box, 167 x 38 cm
Verkauft

Hiroshi Matsuda
Vogel und Pflaumenblüten
Kakemono, Unikat, mit Box, 180 x 45 cm
Verkauft

Kano Sanraku
Fünf Spatzen auf einem Ahornzweig
Kakemono, Unikat, mit Box, 173 x 42 cm
Verkauft

Kano Tsunenobu
Emporsteigender Drache
Kakemono, Unikat, mit Box, 175 x 53 cm
Verkauft

Herzsutra in schlanker Schrift auf Elfenbeinpapier
Kakemono, Unikat, 195 x 50 cm
Verkauft

Herzsutra in Goldtusche auf dunkelblauem Grund
Kakemono, Unikat, mit Box, 173 x 60 cm
Verkauft

Specht am Kirschbaum
Kakemono, Unikat, mit Box, 190 x 60 cm
Verkauft

Herzsutra in klarer Kaisho-Schrift auf Ockergrund
Kakemono, Unikat, mit Box, 200 x 56 cm
Verkauft

Nan'yō
Herzsutra in großen Zeichen auf gealtertem Papier
Kakemono, Unikat, mit Box, 185 x 58 cm
Verkauft

Herzsutra im kompakten Format auf grünlichem Grund
Kakemono, Unikat, mit Box, 200 x 56 cm
Verkauft

Herzsutra in dichten Kolumnen auf grauem Papier
Kakemono, Unikat, mit Box, 200 x 55 cm
Verkauft
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Die Kunst des Kakemono: Malerei zum Aufrollen
Ein japanisches Rollbild – im Japanischen Kakemono oder Kakejiku genannt – ist weit mehr als ein Bild an der Wand. Es ist ein Objekt zum Aufrollen, Verwahren und immer wieder neu Hervorholen, gedacht für den bewussten, oft saisonalen Gebrauch. Wer sich zum ersten Mal mit japanischer Malerei beschäftigt, stößt fast zwangsläufig auf diese Form, denn Kakemono sind seit über tausend Jahren das zentrale Trägermedium der Bildkunst Japans – lange bevor gerahmte Gemälde im westlichen Sinn überhaupt existierten. Anders als ein Ölgemälde im schweren Rahmen bleibt ein Kakemono leicht, flexibel und wird in einer eigenen Box, der sogenannten Tomobako, aufbewahrt, wenn es gerade nicht gezeigt wird. Diese Wechselkultur – ein Winterbild im Winter, ein Kirschblütenmotiv im Frühling, ein Wasserfall im heißen Sommer – prägt bis heute, wie viele Japan-Liebhaber und Sammler ihre Kakemono-Sammlung nutzen und pflegen. Wer ein japanisches Rollbild kaufen möchte, erwirbt damit also nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein Stück gelebter Wohnkultur.
Motive und Themenwelt der japanischen Malerei
In unserer Kategorie Japanische Malerei finden Sie die ganze Bandbreite klassischer Bildthemen, die sich über Jahrhunderte in eigenständigen Untergattungen herausgebildet haben: stille Berglandschaften und rauschende Wasserfälle, Mönche und Krieger in ausdrucksstarker Tuschemalerei, anmutige Darstellungen schöner Frauen (Bijin-ga), Vögel, Fische, Tiger und andere Tiere als Symbolträger, Szenen aus der japanischen Mythologie mit Drachen, Kami und Fabelwesen, buddhistische und Zen-buddhistische Motive wie der meditative Ensō-Kreis, eigenständige Kalligrafie-Arbeiten sowie florale Motive rund um Sakura, Chrysanthemen und Pfingstrosen. Jede dieser Unterkategorien folgt eigenen kompositorischen und symbolischen Traditionen, die über Jahrhunderte gewachsen sind, und lässt sich gezielt nach persönlichem Geschmack, Raumfunktion oder Jahreszeit auswählen.
Material und Technik der Kakemono-Malerei
Klassische japanische Malerei nutzt Sumi-Tusche und mineralische Naturpigmente auf Washi-Papier oder feiner Seide. Die Bildfläche wird anschließend von einem Kakejiku-shi, einem spezialisierten Rollbild-Handwerker, mit Textilbordüren aus Seidenbrokat eingefasst und mit einer Holzstange sowie einer Aufhängeschnur (Kakehimo) versehen – eine eigene Handwerkskunst neben der eigentlichen Malerei. Diese zweiteilige Entstehung, Maler und Rollbild-Meister, erklärt, warum ein gutes Kakemono selten nur „ein Bild", sondern immer auch ein kunsthandwerkliches Gesamtwerk ist, bei dem Bildkomposition, Bordürenstoff und Proportion sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Viele Werke tragen zudem die Signatur und das rote Siegel (Hanko) des Künstlers, ein wichtiges Detail für Sammler, das Rückschlüsse auf Urheberschaft und mitunter auch auf die Entstehungszeit erlaubt.
Herkunft und Einzelstücke direkt aus Japan
Nahezu alle bei densho.de angebotenen Werke sind handgefertigte Einzelstücke, die einzeln in Japan erworben und nach Europa gebracht werden. Das bedeutet: Jedes Rollbild, das Sie hier finden, gibt es so kein zweites Mal – mit individueller Alters- und Gebrauchsspur, eigener Signatur oder Siegel des Künstlers und oft mit einer eigenen kleinen Geschichte, die sich in der Provenienz, der Tomobako-Beschriftung oder im Zustand des Papiers widerspiegelt. Diese Einzelstück-Philosophie unterscheidet ein original japanisches Rollbild grundlegend von industriell gefertigten Reproduktionen oder Postern mit Japan-Motiv, wie sie in vielen Online-Shops angeboten werden.
Aufhängen, Wechseln und Pflege eines Kakemono
Ein Kakemono wird an einem schattigen, nicht direkt sonnenbeschienenen Ort aufgehängt, idealerweise fernab von Feuchtigkeit und starken Temperaturschwankungen. Traditionell wird es nur zeitweise – oft für einige Wochen – gezeigt und danach vorsichtig zur Tomobako-Box aufgerollt. Diese Praxis schont Papier, Seide und Farbpigmente über Generationen hinweg und ermöglicht es gleichzeitig, mehrere Kakemono im Wechsel zu genießen, ganz nach Jahreszeit, Stimmung oder Anlass. Wer sich näher mit der Pflege beschäftigt, entdeckt schnell, dass dieser bewusste Umgang selbst Teil der ästhetischen Erfahrung ist: Ein Rollbild, das man aktiv auswählt und aufhängt, wird intensiver wahrgenommen als ein Bild, das dauerhaft und beiläufig an der Wand hängt.
Ein Kakemono als Einstieg in die japanische Kunstwelt
Für viele Sammler ist die Kategorie Japanische Malerei der erste Berührungspunkt mit der Welt der japanischen Kunst überhaupt – zugänglicher als Keramik, die oft Kontext zur Teekultur verlangt, und unmittelbarer erlebbar als Kalligrafie, die Sprachkenntnisse voraussetzen kann. Ein Landschafts- oder Tiermotiv erschließt sich auch ohne Vorwissen sofort, während sich mit wachsender Sammlerleidenschaft zunehmend Interesse an Künstlerbiografien, Stilrichtungen und historischen Epochen entwickelt. Wer einmal begonnen hat, ein original japanisches Rollbild zu kaufen, entdeckt häufig schnell, wie unterschiedlich sich einzelne Regionen, Malschulen und Epochen in Pinselführung, Farbwahl und Bildaufbau unterscheiden – ein Sammelgebiet, das sich über Jahre und Jahrzehnte immer weiter vertiefen lässt.
Worauf Sie beim Kauf eines Kakemono achten sollten
Wer ein antikes Kakemono kaufen möchte, sollte auf mehrere Details achten: den Erhaltungszustand von Papier oder Seide, die Qualität und Sauberkeit der Bordürenverarbeitung, das Vorhandensein einer Künstlersignatur oder eines Siegels sowie – sofern vorhanden – die Beschriftung der zugehörigen Tomobako-Box, die wertvolle Provenienzhinweise liefern kann. Auch die Sicherheit und Lebendigkeit der Pinselführung ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, da sie unmittelbar Rückschlüsse auf das künstlerische Können des Malers erlaubt. Bei modernen, zeitgenössischen Werken steht hingegen oft die individuelle künstlerische Handschrift und Originalität der Bildidee stärker im Vordergrund als das Alter des Stücks.
Japanische Malerei im Vergleich zu anderen ostasiatischen Traditionen
Obwohl japanische Malerei historisch stark von chinesischer Kunst beeinflusst wurde, entwickelte sie über die Jahrhunderte einen ganz eigenständigen Charakter: reduzierter im Bildaufbau, oft mit größerem Leerraumanteil und einer stärkeren Betonung von Stimmung gegenüber Detailtreue. Diese Eigenständigkeit zeigt sich besonders deutlich im Vergleich einzelner Motive – etwa in der japanischen Vorliebe für asymmetrische Kompositionen, die dem europäischen und auch dem klassisch-chinesischen Blick zunächst ungewohnt erscheinen können, sich bei genauerer Betrachtung jedoch als hochgradig durchdacht erweisen.
Lassen Sie sich von der Stille und Präzision japanischer Malerei berühren – stöbern Sie durch unsere Sammlung handgemalter Kakemono und finden Sie das Rollbild, das Ihrem Raum eine neue, ruhige Mitte gibt.

