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Der Einsiedler und der Kranich

Kakemono, Unikat, 180 x 61 cm
Artikelnummer: 5484
  • Höhe 180 cm
  • Breite 61 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

250,00 €

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Artikelbeschreibung

Ein alter Einsiedler mit langem Bart und traditioneller Kopfbedeckung reicht einem Kranich Futter, während ein kleiner Begleiter zu seinen Füßen das Geschehen beobachtet – eine Szene voller ruhiger Zuneigung zwischen Mensch und Tier. 

 it kräftigen, sicheren Linien sind Gewand und Gesichtszüge des Alten herausgearbeitet, während der Kranich mit fein gefächerten Federstrichen eine elegante Leichtigkeit erhält, die im Kontrast zur erdverbundenen Gestalt des Einsiedlers steht. 

 Der Kranich gilt in Japan als Symbol für Langlebigkeit und Glück, während der Einsiedler für ein zurückgezogenes, weises Leben abseits des höfischen Trubels steht – zusammen ergeben sie ein Bild von harmonischer Beständigkeit. 

Das Alterspapier mit seinen kleinen Fehlstellen verleiht der Darstellung zusätzliche Authentizität und erzählt von der langen Geschichte dieses Blattes.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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