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Der Trinker

Kakemono, Unikat, 178 x 61 cm
Artikelnummer: 4282
  • Höhe 178 cm
  • Breite 61 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

180,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Mit einer kleinen roten Schale in der Hand und einem verschmitzten Gesichtsausdruck steht die Hauptfigur dieses Kakemono im Zentrum einer Szene, die dem Genuss und der Geselligkeit gewidmet ist. Das kräftige dunkle Gewand der Figur kontrastiert mit dem fein ausgearbeiteten Gesicht, deren gerötete Wangen und die charakteristische Mimik auf eine bereits fortgeschrittene, ausgelassene Runde hindeuten. 

Solche humorvollen Genreszenen, die dem gemeinsamen Trinken und der Feierlaune gewidmet sind, hatten in der japanischen Malerei eine lange Tradition und wurden oft mit einem Augenzwinkern gestaltet. Anders als streng religiöse oder rein dekorative Motive erzählen Bilder wie dieses von menschlicher Geselligkeit und kleinen Schwächen – ein zeitloses und sympathisches Thema. 

Für Sammler, die sich für erzählerische und humorvolle Kakemono abseits klassischer Landschaftsmotive interessieren, ist dieses Werk eine unterhaltsame Wahl.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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