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Der Wanderer und die Schönheit

Kakemono, Unikat, 195 x 60 cm
Artikelnummer: 3465
  • Höhe 195 cm
  • Breite 60 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

150,00 €

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Artikelbeschreibung

Gestützt auf einen langen Stab tritt in diesem Kakemono ein alter Wanderer mit zerfurchtem Gesicht und geflecktem Gewand einer eleganten jungen Frau gegenüber, die mit einem Fächer in der Hand über die Wellen zu schreiten scheint. Der Kontrast zwischen der rauen, vom Leben gezeichneten Erscheinung des Wanderers und der anmutigen Leichtigkeit der Schönheit verleiht der Begegnung eine reizvolle Spannung. 

Eine Inschrift im oberen Bilddrittel begleitet die Szene und verweist auf ein bestimmtes literarisches oder mythologisches Sujet, wie es in der chinesisch-japanischen Bildtradition häufig als Grundlage für solche Begegnungsmotive diente. 

Die Gewänder sind mit feinen, teils goldig schimmernden Linien ausgeführt, die den Figuren trotz des reduzierten Bildraums eine reiche Textur verleihen. 

Das Gemälde zeigt altersbedingte Gebrauchsspuren und weist kleinere Beschädigungen auf, was seinem Charme als Antiquität mit langer Geschichte jedoch keinen Abbruch tut. Für Sammler erzählerischer japanischer Figurenmalerei ist dieses Kakemono eine reizvolle Entdeckung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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