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Wasserfall im Gebirge

Kakemono, Unikat, 195 x 59 cm
Artikelnummer: 6348
  • Höhe 195 cm
  • Breite 59 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Nakagawa Wado

380,00 €

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Artikelbeschreibung

In dieser monumentalen Komposition mit dem Stempel von Nakagawa Wado fällt der Blick in die Tiefe eines Gebirgstales, wo ein mächtiger Wasserfall in einem einzigen weißen Schleier hinabstürzt. Die feinen Lasuren und die sparsame Farbgebung verleihen dem Werk eine fast meditative Atmosphäre. Nur zwei kleine Vögel, die über dem Nebel schweben, durchbrechen die Stille und verdeutlichen zugleich die gewaltige Dimension der Natur.

Das Gemälde, entstanden in der Meiji-Zeit, ist auf Seide gemalt und mit Jikusaki aus Knochen versehen. Dem Künstler gelingt es, Bewegung und Ruhe, Leere und Fülle in Einklang zu bringen – eine ästhetische Haltung, die tief im Geist der japanischen Landschaftsmalerei verwurzelt ist. Der Wasserfall wird nicht als Naturphänomen, sondern als Ausdruck des unaufhörlichen Flusses des Lebens verstanden.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Nakagawa Wado
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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