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Blüte mit herabhängender Fruchtkapsel

Kakemono, Unikat, 170 x 42 cm
Artikelnummer: 3855
  • Höhe 170 cm
  • Breite 42 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

130,00 €

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Artikelbeschreibung

Mit weit geöffneter, trichterförmiger Blüte und einer dunklen, borstig behaarten Fruchtkapsel, die an einem dünnen Stiel herabhängt, zeigt dieses Kakemono ein ungewöhnliches Pflanzenmotiv abseits der gängigen Kirsch- oder Pflaumenblütenmalerei. Die feinen, radial angeordneten Adern der Blütenblätter sind mit sicherer Hand in zartem Grau ausgeführt. 

Solche botanisch genauen, zugleich künstlerisch verdichteten Pflanzendarstellungen haben in der japanischen Tuschmalerei eine lange Tradition und zeugen von der genauen Naturbeobachtung, die viele Maler pflegten. Die Kombination aus Blüte und reifender Fruchtkapsel deutet dabei den natürlichen Kreislauf von Blühen und Fruchten an. Das Kakemono weist an der Einfassung einige altersbedingte Schäden auf, die dem Gesamteindruck jedoch keinen Abbruch tun und dem Stück zugleich seine lange Geschichte ansehen lassen. 

Für Sammler ungewöhnlicher Pflanzenmotive der japanischen Malerei ist dieses Werk eine originelle Entdeckung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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