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Dame unter Glyzinienblüten

Kakemono, Unikat, 200 x 50 cm
Artikelnummer: 4723
  • Höhe 200 cm
  • Breite 50 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

210,00 €

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Artikelbeschreibung

Eine junge Frau streckt sich nach den herabhängenden Blütentrauben einer Glyzinie, ihr Blick nach oben gerichtet, während die violetten Blüten sanft über ihre Hand ranken – eine anmutige Momentaufnahme voller Bewegung. Das zarte Blau ihres Gewandes und der warme Orangeton des Kragens setzen einen reizvollen Farbakzent gegenüber dem kühlen Violett der Glyzinienblüten, während ihre Frisur und Gesichtszüge mit feinen, sicheren Linien ausgeführt sind. 

Die Glyzinie (Fuji) zählt zu den beliebtesten Frühsommermotiven der japanischen Malerei und steht durch ihre herabhängenden Blütentrauben für Anmut, Nachgiebigkeit und stille Eleganz. Die Verbindung von Bijinga-Malerei und Glyzinienmotiv verleiht diesem Rollbild eine besonders anmutige, jahreszeitlich verankerte Note.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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