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Eichhörnchen im Weinlaub

Kakemono, Unikat, 186 x 48 cm
Artikelnummer: 4410
  • Höhe 186 cm
  • Breite 48 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

190,00 €

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Artikelbeschreibung

Zwischen üppigem Weinlaub und herabhängenden Trauben hat sich in diesem Kakemono ein kleines Eichhörnchen niedergelassen, das mit buschigem Schwanz und wachen Augen die Szene belebt. 

Die Kombination aus Wein und Eichhörnchen zählt zu den klassischen Motiven der japanischen Tuschmalerei und steht traditionell für Fruchtbarkeit und Wohlstand. Die Blätter und Ranken sind in locker gesetzten, changierenden Grautönen ausgeführt, während einzelne Trauben in feinen Punkten angedeutet werden. 

Rechts im Bild ergänzt eine Kalligrafie in kursiver Handschrift die Komposition und verleiht dem Werk zusätzliche literarische Tiefe, wie es in der klassischen chinesisch-japanischen Bild-Text-Tradition üblich war. Das feine Zusammenspiel aus Tier-, Pflanzen- und Schriftmotiv macht dieses Kakemono zu einem vielschichtigen Werk, das sowohl durch seine malerische Qualität als auch durch seine symbolische Bedeutung überzeugt. Für Liebhaber traditioneller japanischer Naturmalerei ist es eine reizvolle Ergänzung der Sammlung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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