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Pferdeführer am Schrein

Kakemono, Unikat, 203 x 47 cm
Artikelnummer: 3853
  • Höhe 203 cm
  • Breite 47 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

80,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Mit einem Eimer in der Hand führt ein Mann in diesem Kakemono sein Pferd an einem schlichten Torbogen vorbei, wie er häufig den Zugang zu einem Schrein markiert. Das Pferd trägt ein einfaches Geschirr, während der Mann mit konzentriertem Schritt seinen Weg über den offenen, kaum ausgeschmückten Bildgrund fortsetzt. 

Die Figuren sind mit knappen, aber treffsicheren Linien gezeichnet, wobei besonders die Beinstellung von Mann und Tier eine überzeugende Bewegungsdynamik erzeugt. Der weite, fast leere Bildraum verstärkt den Eindruck einer offenen, ländlichen Szenerie und lenkt den Blick ganz auf die kleine Alltagsszene im unteren Bilddrittel. 

Solche unprätentiösen Genreszenen aus dem ländlichen Alltag erfreuten sich in der japanischen Malerei großer Beliebtheit, da sie einen unverstellten Blick auf das einfache Leben abseits höfischer oder religiöser Motive boten. Für Sammler, die sich für lebendige Alltagsszenen interessieren, ist dieses Kakemono eine ansprechende Wahl.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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