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Hina Puppen mit Gedicht

Kakemono, Unikat, 151 x 51 cm
Artikelnummer: 3726
  • Höhe 151 cm
  • Breite 51 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

90,00 €

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Artikelbeschreibung

In knappen, kalligrafisch anmutenden Pinselstrichen zeigt dieses Kakemono ein Herrscherpaar im Stil der Hina-Puppen – reduziert auf wenige charakteristische Formen wie die geschwungene Kopfbedeckung und das weit ausladende Gewand. 

Über der Szene ist ein kurzes Gedicht in fließender Handschrift angebracht, das Bild und Schrift zu einer stimmigen Einheit verbindet. Diese Verbindung von Malerei und Poesie steht in der Tradition literatengeprägter japanischer Kunst, bei der ein Gedicht die Bildaussage vertieft oder ihr eine zusätzliche, oft persönliche Note verleiht. Die zurückhaltende Farbigkeit mit wenigen Akzenten in Rot und Gelb lässt die kalligrafische Qualität der Linienführung besonders hervortreten. 

Als Motiv zum Hinamatsuri-Fest verbindet dieses Kakemono die festliche Bedeutung der Hina-Puppen mit der stillen Kunstform der Kalligrafie. Für Sammler, die Wert auf die Verbindung von Bild und geschriebenem Wort legen, ist dieses Werk eine besonders gehaltvolle Wahl.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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