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Die drei Weisen

Kakemono, Unikat, 195 x 65 cm
Artikelnummer: 3886
  • Höhe 195 cm
  • Breite 65 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

90,00 €

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Artikelbeschreibung

Eng zusammengedrängt und in angeregtem Austausch vertieft zeigt dieses Kakemono drei greise, bärtige Gestalten – Gelehrte oder Weise, wie sie in der ostasiatischen Malerei häufig als Sinnbild für Weisheit und gemeinsames Nachdenken dargestellt wurden. Einer der drei deutet mit ausgestrecktem Finger auf etwas außerhalb des Bildes, während die anderen aufmerksam folgen. 

Die Gesichter sind mit wenigen, aber treffsicheren Linien ausgeführt, wodurch jede Figur trotz der dichten Gruppierung einen eigenen Charakter erhält. Die groben, energiegeladenen Pinselstriche der Gewänder kontrastieren mit den fein gezeichneten Gesichtszügen und verleihen der Szene eine lebendige, fast humorvolle Note. 

Darstellungen dreier Weiser im Gespräch miteinander gehören zu den beliebten Themen der chinesisch-japanischen Gelehrtenmalerei, die das gemeinsame Ringen um Erkenntnis und die Freundschaft zwischen Gleichgesinnten feiert. Für Sammler ostasiatischer Tuschmalerei mit philosophischem Unterton ist dieses Kakemono eine lebendige Bereicherung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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