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Mönch und Berg Fuji

Kakemono, Unikat, 188 x 81 cm
Artikelnummer: 4399
  • Höhe 188 cm
  • Breite 81 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

200,00 €

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Artikelbeschreibung

Vor dem sanften Umriss des Fuji, der sich im Hintergrund dieses Kakemono durch zarte Wolkenbänder abzeichnet, wandert ein Reisender in weitem Strohhut über eine herbstliche Ebene. Die Haltung der Figur, die ein Blasinstrument an die Lippen führt, verleiht der Szene eine beinahe meditative, klanglose Musikalität. Umgeben von Pampasgras und vereinzelten roten und blauen Blüten wirkt die Landschaft karg und weit zugleich – typische Merkmale herbstlicher Motive in der japanischen Malerei, die oft Vergänglichkeit und stille Kontemplation andeuten. 

Der Fuji selbst ist zurückhaltend in blassen Gelb- und Brauntönen gehalten und tritt dadurch nicht dominant, sondern als ruhiger Hintergrund der menschlichen Figur in Erscheinung. Als heiliger Berg Japans und wiederkehrendes Motiv der Malerei symbolisiert der Fuji Beständigkeit und spirituelle Erhabenheit. 

Diese Darstellung verbindet ihn auf stimmungsvolle Weise mit dem einsamen Wanderer und macht das Kakemono zu einer ruhigen, poetischen Komposition.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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