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Alter Zen-Mönch unter Kirschblüten

Kakemono, Unikat, 115 x 40 cm
Artikelnummer: 5092
  • Höhe 115 cm
  • Breite 40 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Keramik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

980,00 €

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Artikelbeschreibung

Ein alter Zen-Mönch sitzt versunken unter einem blühenden Kirschblütenzweig – mit wenigen, humorvoll gesetzten Linien ist sein rundliches Gesicht und der gelöste, in sich ruhende Ausdruck eingefangen. 

 Das Bild ist auf Papier gemalt, mit einer Einfassung aus Papier und handbemalten Jikusaki aus Keramik, und wird auf die mittlere bis späte Meiji-Zeit datiert. Der Kontrast zwischen der kräftigen, dunklen Tuschezeichnung des Mönchs und den zart in Rosa und Gelb gehaltenen Kirschblüten verleiht dem Bild eine warme, beinahe augenzwinkernde Note, wie sie für Zen-Malerei charakteristisch ist. 

 Solche Darstellungen alter Mönche unter blühenden Bäumen verbinden die Vergänglichkeit der Kirschblüte mit der gelassenen Weisheit des Zen und eignen sich hervorragend als Frühlingsschmuck für den Tokonoma.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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