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Fuji in wolkenverhangenen Höhen

Pseudonym oder Name eines Ateliers, Künstlername in Archiven nicht bekannt
Kakemono, Unikat, 123 x 63 cm
Artikelnummer: 6433
  • Höhe 123 cm
  • Breite 63 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Tansenzai Keimei

440,00 €

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Artikelbeschreibung

In zarten Grautönen und sanften Übergängen erhebt sich der Fuji aus einem Meer von Wolken und Nebel, fast schwerelos inmitten einer stillen, bergigen Landschaft. Die majestätische Silhouette des Berges wird durch die umgebenden Gipfel und Dunstschichten nur angedeutet, was dem Ganzen eine geheimnisvolle, fast traumhafte Tiefe verleiht. Diese reduzierte, fast monochrome Darstellung betont die spirituelle Präsenz des heiligen Berges und lädt zu tiefer innerer Betrachtung ein.

Das Kakemono trägt den Stempel Tansenzai Keimei, der vermutlich als Künstlername, Pseudonym oder Atelier-Bezeichnung zu verstehen ist. Es entstand vermutlich in der Meiji-Zeit, einer Periode, in der traditionelle Ink-Malerei mit neuen ästhetischen Einflüssen bereichert wurde und Fuji-Motive eine starke symbolische Bedeutung als Inbegriff von Schönheit, Beständigkeit und Erhabenheit behielten. Die Komposition setzt bewusst auf Zurückhaltung und Atmosphäre statt auf detaillierte Ausführung.

Auf Seide gemalt, entfaltet das Werk eine meisterhafte Beherrschung der Washtechnik, bei der feinste Abstufungen von Grau und Schwarz eine fast dreidimensionale Wirkung erzeugen. Traditionelle Holz-Jikusaki rahmen das Bild edel ein. Leichte Altersspuren tragen zur authentischen Patina bei und machen es zu einem echten Sammlerstück. Dieses reduzierte, poetische Unikat eignet sich besonders, um in einem ruhigen Raum die meditative Kraft japanischer Landschaftsmalerei wirken zu lassen und eine Atmosphäre stiller Erhabenheit zu schaffen.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Tansenzai Keimei
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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