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Bodhidharma auf dem Weg

Kakemono, Unikat, 168 x 52 cm
Artikelnummer: 6436
  • Höhe 168 cm
  • Breite 52 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

550,00 €

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Artikelbeschreibung

In dieser eindrucksvollen Darstellung schreitet Bodhidharma, auch als Daruma bekannt, der legendäre Begründer des Zen-Buddhismus in China, mit festem Schritt über unebene Erde. Sein Körper ist nur mit wenigen, aber sicheren Pinselzügen angedeutet, wodurch die Figur eine beinahe schwebende Präsenz erhält. Die Linienführung ist energisch und zugleich frei, typisch für die expressive Tradition der Unkoku-Schule. Der Künstler formt Darumas Gewand in fließenden Bewegungen, die seine geistige Konzentration und die innere Ruhe des Wandermönchs unterstreichen. Die karge Umgebung steht im bewussten Kontrast zur kraftvollen Gestalt und verleiht der Szene eine Atmosphäre stiller Entschlossenheit.

Die reduzierte Farbigkeit, beschränkt auf Tuschabstufungen, lenkt den Blick auf die Haltung und den Ausdruck. Darumas wacher Blick, die leicht vorgeneigte Haltung und die fließenden Konturen seines Mantels lassen die Szene lebendig wirken, als befände sich der Mönch inmitten eines langen, meditativen Marsches. Die Bodenstruktur zu seinen Füßen ist als grobe, erdige Fläche ausgeführt, sinnbildlich für den Weg der Praxis.

Aus der Meiji-Zeit stammend, auf Seide gemalt und mit Jikusaki aus Knochen versehen, trägt das Werk den Stempel von Unkoku Toban. Die Zuschreibung zur Unkoku-Schule betont seinen kunsthistorischen Hintergrund.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Unkoku Tōban
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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