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Bodhidharma mit Fächer und Kürbisflasche

Kakemono, Unikat, 173 x 60 cm
Artikelnummer: 6197
  • Höhe 173 cm
  • Breite 60 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

180,00 €

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Artikelbeschreibung

Mit buschigem Bart, durchdringendem Blick und einem Fächer in der Hand erscheint hier eine kraftvolle Interpretation des Bodhidharma, des legendären Begründers des Zen-Buddhismus. Über seiner Schulter rankt sich eine Kürbisflasche zwischen Blattwerk empor – ein Motiv, das häufig mit taoistischen Unsterblichen und ihrer Weisheit assoziiert wird und hier auf reizvolle Weise mit der Darstellung des Patriarchen verschmilzt. Die kräftigen, karikaturhaft zugespitzten Gesichtszüge und der lebendige Ausdruck verleihen der Figur eine fast schon humorvolle Präsenz, wie sie in der japanischen Zen-Malerei (Zenga) häufig anzutreffen ist. 

Eine begleitende Kolophon-Inschrift in kursiver Kalligrafie ergänzt das Bild um eine gelehrte, literarische Dimension. Auf Papier gemalt und mit einer Jikusaki aus Holz montiert, verbindet dieses handgemalte Unikat aus der Shôwa-Zeit spirituelle Tiefe mit malerischem Witz. 

Ein ausdrucksstarkes Kakemono für Liebhaber der Zen-Ikonographie und der japanischen Tuschemalerei.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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