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Bodhidharma mit durchdringendem Blick

Kakemono, Unikat, 200 x 51 cm
Artikelnummer: 6078
  • Höhe 200 cm
  • Breite 51 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

340,00 €

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Artikelbeschreibung

Mit buschigen Augenbrauen, durchdringendem Blick und wallendem Bart füllt dieses Porträt des Bodhidharma nahezu die gesamte Bildfläche. Die groben, kraftvollen Tuschelinien und die markanten, fast karikaturhaft überzeichneten Gesichtszüge verleihen der Darstellung eine unmittelbare, fast greifbare Präsenz. Besonders auffällig sind die großen Ohrringe, ein Detail, das in Darstellungen des Zen-Patriarchen eher selten zu finden ist und der Figur einen zusätzlichen, individuellen Charakterzug verleiht. 

Als Begründer des Zen-Buddhismus und legendärer Wandermönch verkörpert Bodhidharma Beharrlichkeit, Willenskraft und unerschütterliche Entschlossenheit. Auf Papier gemalt und mit einer Jikusaki aus Holz versehen, ist dieses handgemalte Unikat aus der Shôwa-Zeit ein ausdrucksstarkes Porträt für Liebhaber der Zen-Ikonographie und der japanischen Tuschemalerei.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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