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Daruma in Tusche (Myōshin-ji)

Kakemono, Unikat, 125 x 41 cm
Artikelnummer: 6491
  • Höhe 125 cm
  • Breite 41 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Washi Gitoku

390,00 €

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Artikelbeschreibung

Mit nur wenigen, kraftvoll gesetzten Pinselstrichen entsteht das unverwechselbare Bildnis Darumas – jenes legendären indischen Mönchs Bodhidharma, der im 5. oder 6. Jahrhundert das Zen nach China brachte und als Begründer der Zen-Tradition gilt. Der intensive Blick, die markante Nase, der dichte Bart und die schwere, fließende Robe sind in souveräner Tuschtechnik erfasst. Die Verbindung von wuchtigen, fast kalligrafischen Linien und der zarten Schraffur des Bartes verleiht der Darstellung eine außergewöhnliche Präsenz.

Daruma-Bildnisse zählen zu den zentralen Motiven der Zen-Malerei. Sie sind weit mehr als Porträts – sie verkörpern den meditativen Geist und die kompromisslose Ausrichtung auf die innere Erkenntnis, die das Wesen des Zen ausmacht. Begleitet wird die Darstellung von einer kalligrafischen Inschrift und mehreren roten Siegeln, die das Werk in seinen spirituellen Kontext einbetten.

Das Gemälde trägt den Stempel von Washi Gitoku aus dem Myōshin-ji, dem Haupttempel der Rinzai-Myōshinji-Schule in Kyōto, und ist in der Showa-Zeit entstanden. Auf Papier ausgeführt und in eine dunkelblaue Brokatumrahmung mit Goldmuster montiert, ist dieses handgemalte Unikat ein Werk von unmittelbarer Ausdruckskraft und spiritueller Tiefe.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Washi Gitoku
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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