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Einsamer Hirsch im Mondschein

Kakemono, Unikat, mit Box, 180 x 53 cm
Artikelnummer: 6097
  • Höhe 180 cm
  • Breite 53 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Holzbox Ja
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Tanaka Totsugen

1.230,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Aus dichtem Nebel erhebt sich ein zerklüfteter Felsen, auf dessen Kuppe ein einzelner Hirsch steht und den Kopf in die Stille des Himmels reckt. Die zurückhaltende Farbgebung aus gedämpften Grau- und Blautönen sowie die weich verlaufenden Konturen erzeugen eine fast schwebende, meditative Atmosphäre. 

Am Fuß des Felsens deuten wenige Schilfhalme und ein blasser Mond die nächtliche Stunde an – ein Motiv, das in der japanischen Malerei seit jeher für Einsamkeit und stille Sehnsucht steht. Das Rollbild trägt Signatur und Stempel von Tanaka Totsugen, einer der zentralen Figuren der Yamato-e-Wiederbelebung im Kyoto der späten Edo-Zeit. 

Totsugen studierte bei Tosa Mitsusada und widmete sein Schaffen der Rückbesinnung auf die klassische Hofmalerei früherer Jahrhunderte, was seinen Arbeiten bis heute einen besonderen kunsthistorischen Rang verleiht. Auf Seide gemalt und in eine Umrandung aus braunem Brokat mit zartem Blütenmuster montiert, wird das Gemälde von einer beschrifteten Holzbox begleitet. Die reduzierte Komposition und die feine malerische Ausführung machen dieses handgemalte Unikat zu einem stillen, poetischen Blickfang für Sammler japanischer Kunst.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Tanaka Totsugen
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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