Einsamer Hirsch im Mondschein
- Höhe 180 cm
- Breite 53 cm
- Artikel-Typ Kakemono
- Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
- Holzbox Ja
- Jikusaki Holz
- Material Honshi Seide
- Technik Handmalerei
- Unikat Ja
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Artikelbeschreibung
Aus dichtem Nebel erhebt sich ein zerklüfteter Felsen, auf dessen Kuppe ein einzelner Hirsch steht und den Kopf in die Stille des Himmels reckt. Die zurückhaltende Farbgebung aus gedämpften Grau- und Blautönen sowie die weich verlaufenden Konturen erzeugen eine fast schwebende, meditative Atmosphäre.
Am Fuß des Felsens deuten wenige Schilfhalme und ein blasser Mond die nächtliche Stunde an – ein Motiv, das in der japanischen Malerei seit jeher für Einsamkeit und stille Sehnsucht steht. Das Rollbild trägt Signatur und Stempel von Tanaka Totsugen, einer der zentralen Figuren der Yamato-e-Wiederbelebung im Kyoto der späten Edo-Zeit.
Totsugen studierte bei Tosa Mitsusada und widmete sein Schaffen der Rückbesinnung auf die klassische Hofmalerei früherer Jahrhunderte, was seinen Arbeiten bis heute einen besonderen kunsthistorischen Rang verleiht. Auf Seide gemalt und in eine Umrandung aus braunem Brokat mit zartem Blütenmuster montiert, wird das Gemälde von einer beschrifteten Holzbox begleitet. Die reduzierte Komposition und die feine malerische Ausführung machen dieses handgemalte Unikat zu einem stillen, poetischen Blickfang für Sammler japanischer Kunst.