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Pagode auf der Klippe

Kakemono, Unikat, 190 x 37 cm
Artikelnummer: 6333
  • Höhe 190 cm
  • Breite 37 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

290,00 €

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Artikelbeschreibung

Dieses feinsinnige Kakemono aus der Meiji-Zeit zeigt eine reduzierte, aber ausdrucksstarke Landschaft, die den Blick auf eine Pagode lenkt, die hoch oben auf einer steilen Klippe thront. Mit lockerer Tuschemalerei sind Felsen und Nebelschwaden angedeutet, wodurch eine geheimnisvolle, fast spirituelle Stimmung entsteht. Die Pagode, klein in der Ferne, wird so zum stillen Zentrum des Bildes, das Beständigkeit und Ruhe verkörpert.

Das Werk wurde auf feiner Seide ausgeführt und trägt den Stempel von Kano Shushin. Durch den sparsamen Einsatz von Tusche und die bewusste Betonung leerer Flächen entsteht ein kraftvolles Spiel von Andeutung und Offenheit. Die Jikusaki aus Knochen fügen sich harmonisch in die Gesamtwirkung ein und betonen den hochwertigen Charakter dieser Hängerolle.

In seiner Zurückhaltung liegt die poetische Kraft dieses Gemäldes: Es ist ein Werk, das den Betrachter zur Kontemplation einlädt und die Verbindung von Natur, Architektur und Spiritualität spürbar macht. Ein eindrucksvolles Stück japanischer Maltradition, das zugleich Schlichtheit und Tiefe in sich vereint.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Kano Shūshin
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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