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Frühlingsduett auf blühendem Ast

Kakemono, Unikat, 182 x 80 cm
Artikelnummer: 6431
  • Höhe 182 cm
  • Breite 80 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Takahashi Keizan

630,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

In dieser weit ausladenden Komposition entfaltet sich eine heitere Frühlingsszenerie, die durch ihre ungewöhnliche Breite von etwa 80 cm eine besonders großzügige Bildwirkung erzielt. Auf einem alten, charaktervoll gemaserten Baumstamm sitzt ein Paar langschwänziger Vögel, deren elegante Gestalt und fein nuanciertes Gefieder mit der zarten Fülle der Kirschblüten harmoniert. Die Blütenzweige erstrecken sich leicht und schwebend nach links und rechts, wodurch das Bild eine natürliche Leichtigkeit erhält, während die pastellfarbenen Töne von Weiß, Rosa und Grün eine ruhige und zugleich lebendige Stimmung erzeugen.

Der Künstler legt großen Wert auf Details: Die klar gesetzten Linien der Schwanzfedern, die feine Schattierung der Blütenblätter und die lebendige Modellierung des Felsens im unteren Bereich zeigen eine ausgewogene Verbindung aus Beobachtung und malerischer Eleganz. Die Szene wirkt weder statisch noch überladen – vielmehr fließt sie wie ein stiller Dialog zwischen Naturformen, Farben und den beiden Vögeln, die ein Gefühl von Nähe und Zweisamkeit vermitteln. Trotz der Fülle bleibt jedes Element in sich stimmig und trägt zum harmonischen Gesamteindruck bei.

Gemalt auf Papier und ausgestattet mit Jikusaki aus Holz, stammt dieses Rollbild aus der Meiji-Zeit. Der Stempel verweist auf Takahashi Keizan. Das Werk beeindruckt nicht nur durch seine Breite, sondern auch durch seine handwerkliche Feinheit und den ausgesprochen poetischen Charakter, der die Atmosphäre des japanischen Frühlings auf eindrückliche Weise festhält.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Takahashi Keizan
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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