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Höfische Dame der Heian-Zeit

Kakemono, Unikat, 167 x 44 cm
Artikelnummer: 5595
  • Höhe 167 cm
  • Breite 44 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

260,00 €

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Artikelbeschreibung

Eine Hofdame mit langem, offenem Haar und mehrlagigem Gewand in Orange, Grau und Grün – eine Darstellung im Stil der höfischen Damen der Heian-Zeit, deren Kleidungspracht in zahlreichen Schichten übereinandergelegter Stoffe zum Ausdruck kam. 

 Das Blatt zeigt deutliche Alters- und Gebrauchsspuren, mit kleinen Fehlstellen und ungleichmäßiger Verfärbung des Papiers, die von seiner langen Geschichte zeugen. Gerade diese Patina verleiht der Darstellung eine besondere Authentizität. Die sorgfältig gezeichneten Musterungen der Gewänder, feine geometrische und florale Motive, stehen im Kontrast zu dem ruhigen, in sich gekehrten Gesichtsausdruck der Dargestellten. 

 Solche Darstellungen höfischer Damen greifen auf die lange Tradition der Yamato-e-Malerei zurück und zeugen von der anhaltenden Faszination für das Leben am Kaiserhof.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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