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Kalligrafie "Brise im Mondlicht"

Kakemono, Unikat, 190 x 53 cm
Artikelnummer: 4484
  • Höhe 190 cm
  • Breite 53 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

180,00 €

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Artikelbeschreibung

Manche Kalligrafien entfalten ihre Wirkung nicht durch komplexe Bildmotive, sondern allein durch die Kraft der Schrift – so auch dieses Werk mit dem poetischen Titel 'Brise im Mondlicht'. Die wenigen Schriftzeichen erzählen von einem stillen nächtlichen Moment, in dem ein leichter Wind über eine mondbeschienene Landschaft streicht. 

Der Kalligraf hat die Zeichen in einer fließenden, kursiven Handschrift ausgeführt, bei der einzelne Striche ineinander übergehen und so selbst eine Art Bewegung im Bild erzeugen – fast so, als spiegele die Linienführung den Wind wider, von dem die Worte sprechen. Ein rotes Siegel ergänzt die Komposition und bestätigt die Autorschaft des Werkes. 

Solche Kalligrafien wurden traditionell im Tokonoma, der Wandnische japanischer Wohnräume, aufgehängt und je nach Jahreszeit oder Anlass gewechselt. Für Liebhaber japanischer Schriftkunst und stiller, poetischer Motive ist dieses Kakemono eine ruhige, aber ausdrucksstarke Wahl.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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