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Kalligrafie "Ohne Angelegenheiten"

Kakemono, Unikat, mit Box, 176 x 34 cm
Artikelnummer: 6452
  • Höhe 176 cm
  • Breite 34 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Holzbox Ja
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

540,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Die Zeichen „Mu-ji kore ki-jin“ (無事是貴人) ziehen sich in mächtigen, fließenden Strichen über das helle Papier und strahlen eine ruhige, unerschütterliche Kraft aus. Jeder Pinselstrich ist bewusst gesetzt, mit sichtbaren Dynamiken und leichten Tuscheverläufen, die den spontanen, aber tief durchdachten Moment des Schreibens spürbar machen. Der großzügige Leerraum um die Zeichen herum verstärkt ihre Präsenz und lädt den Betrachter ein, die Botschaft in Stille wirken zu lassen.

Die Kalligrafie verkörpert eine klassische Zen-Weisheit: „Ohne Angelegenheiten zu sein, das ist der edle Mensch“. Sie stammt aus der Zen-Tradition und bedeutet, dass wahre Freiheit nicht durch äußeren Erfolg oder Besitz entstehen, sondern durch einen Geist, der frei von Verstrickungen, Plänen und Ablenkungen ist. Der „ki-jin“ (edle Mensch) lebt in natürlicher Gelassenheit, ohne dass der Alltag ihn belastet – ein Zustand, der in der Zen-Praxis oft als Ideal der inneren Unabhängigkeit beschrieben wird. Solche Sprüche dienten Mönchen und Praktizierenden als tägliche Mahnung zur Achtsamkeit und Loslösung.

Das Werk trägt die Signatur und den Stempel von Yamaguchi Daichi, einem Kalligraphen der Showa-Zeit, der sich der traditionellen Zen-Kalligrafie widmete. In dieser Epoche pflegten viele Künstler die direkte, ausdrucksstarke Pinselführung der alten Meister und schufen Werke, die in Tee-Räumen, Meditationshallen oder privaten Sammlungen als geistige Inspiration dienten. Auf Papier geschrieben, zeigt die Kalligrafie eine intensive Tuscheschwärze mit lebendigen Akzenten. Die Jikusaki aus Holz rahmen das Stück warm und traditionell ein, und es kommt mit einer signierten Holzbox. Dieses handgeschriebene Unikat bringt die klare, befreiende Botschaft des Zen in den Raum und eignet sich besonders für Liebhaber japanischer Kalligrafie, die Wert auf spirituelle Tiefe und meditative Eleganz legen.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Yamaguchi Daichi
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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