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Kalligrafie "Pfirsiche und Pflaumen"

Kakemono, Unikat, 196 x 54 cm
Artikelnummer: 3992
  • Höhe 196 cm
  • Breite 54 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Plastik
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

140,00 €

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Artikelbeschreibung

Dieses Kakemono greift ein altes chinesisches Sprichwort auf, das auch in Japan große Bekanntheit erlangte: 'Pfirsiche und Pflaumen müssen nicht reden, trotzdem findet die Welt einen Pfad zu ihnen'. Gemeint ist damit, dass wahre Qualität und aufrichtiger Charakter keiner lauten Worte bedürfen, um Anerkennung zu finden – sie sprechen gewissermaßen für sich selbst. 

Die beiden sichtbaren Schriftzeichen für 'Pfirsich' sind in einer fließenden, leicht kursiven Handschrift ausgeführt, bei der einzelne Striche großzügig ineinander übergehen. Ein rotes Siegel rechts oben bestätigt die Autorschaft und rundet die Komposition harmonisch ab. Solche Sinnsprüche wurden gerne als Ausdruck von Bescheidenheit und stillem Selbstbewusstsein im Studierzimmer oder Empfangsraum aufgehängt. 

Für Sammler klassischer ostasiatischer Sinnsprüche und Kalligrafie ist dieses Kakemono eine gehaltvolle und zugleich elegante Ergänzung.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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