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Kalligraphie: Kiefer und Bambus

Kakemono, Unikat, 200 x 48 cm
Artikelnummer: 5533
  • Höhe 200 cm
  • Breite 48 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

140,00 €

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Artikelbeschreibung

Zwei kräftig gesetzte Schriftzeichen für Kiefer und Bambus prägen dieses Rollbild, begleitet von einem kurzen erläuternden Text, der zur eigenen Naturbeobachtung auffordert. Die Zeichen sind mit dickem, satten Pinselstrich geschrieben, wobei die charakteristischen Verdickungen und schnellen Abstriche eine kraftvolle, fast holzschnittartige Wirkung erzeugen. 

Der sinngemäße Gedanke, die Kiefer von der Kiefer und den Bambus vom Bambus selbst zu lernen, verweist auf eine zentrale Idee der ostasiatischen Ästhetik: dass wahres Verständnis nicht aus Büchern, sondern aus der unmittelbaren Beobachtung der Natur erwächst. 

Kiefer und Bambus zählen zu den „Drei Freunden des Winters“ und stehen für Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit – Themen, die dieses Kalligraphie-Rollbild auf eindrückliche Weise verdichtet.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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