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Kalligraphie: Wahre Kost

Kakemono, Unikat, 205 x 58 cm
Artikelnummer: 5233
  • Höhe 205 cm
  • Breite 58 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja

260,00 €

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Artikelbeschreibung

Kraftvoll gesetzte Schriftzeichen füllen dieses Rollbild und geben eine Zen-Metapher wieder: Süßer Wein und erlesene Speisen seien nicht wirklich köstlich, wahrhaft köstlich sei einfache Hausmannskost. Der Pinselduktus ist dicht und energisch, mit breiten, satten Grundstrichen, die der Aussage über die schlichte, aber wahrhaftige Kost zusätzliches Gewicht verleihen. Diese Metapher verweist auf einen zentralen Gedanken des Zen: dass wahrer Wert nicht im Aufwendigen oder Prächtigen liegt, sondern im Einfachen, Unverstellten und Alltäglichen – eine Haltung, die sich auch auf die menschliche Natur selbst übertragen lässt. 

 Ein Kalligraphie-Rollbild mit einer solchen Zen-Metapher eignet sich besonders für Räume, in denen Einfachheit und Achtsamkeit im Vordergrund stehen, etwa in einem Teeraum oder einem ruhigen Arbeitszimmer.

Oft nachgefragt

Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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