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Singvogel auf Rebe

Kakemono, Unikat, 142 x 37 cm
Artikelnummer: 6338
  • Höhe 142 cm
  • Breite 37 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

1.420,00 €

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Artikelbeschreibung

Zart und zugleich voller Ausdruckskraft entfaltet sich auf dieser Hängerolle aus der Meiji-Zeit eine stille Szene: Ein kleiner Vogel sitzt auf einer feinen Rebe, zwischen vereinzelten Blättern und wenigen Früchten. Der großzügige Einsatz von Leerraum lenkt den Blick ganz auf die zarte Balance zwischen Vogel und Pflanze und verleiht dem Werk eine meditative Klarheit.

Ausgeführt auf Seide und versehen mit Jikusaki aus Knochen, trägt das Gemälde die Signatur und den Stempel von Mori Getsujo. Mit sparsamen Strichen und gezielt gesetzten Farbakzenten gelingt es dem Künstler, ein Gefühl von Lebendigkeit und zugleich stiller Zurückhaltung zu erzeugen. Besonders die farbigen Beeren, die sich vom warmen Grundton abheben, verleihen der Darstellung einen subtilen Kontrast.

So vereint dieses Werk Naturbeobachtung, Leichtigkeit und poetische Tiefe in harmonischer Weise. Es ist ein Beispiel japanischer Malerei, das nicht durch Überfülle, sondern durch bewusste Reduktion beeindruckt – ein Stück, das sowohl Sammler als auch Liebhaber klassischer Ästhetik anspricht.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Mori Getsujō
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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