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Künstler

Satake Eikai

Satake Eikai (佐竹永海, 1803–1874) aus Aizu war Schüler Tani Bunchōs und Hofmaler des Lehens Hikone unter Ii Naosuke. Er galt als legitimer Erbe der Vielseitigkeit seines Lehrers.
Kakemono von Satake Eikai: Singvogel auf einem blühenden Kirschzweig über hellem Seidengrund.
Singvogel auf blühendem Kirschzweig – Kakemono von Satake Eikai (佐竹永海), 19. Jahrhundert (Ausschnitt)
Auf den Punkt gebracht
Satake Eikai (佐竹永海) war ein japanischer Maler der späten Edo- und frühen Meiji-Zeit (1803–1874). Er stammte aus Aizu-Wakamatsu und trat mit zwanzig Jahren in das Atelier Shazanrō von Tani Bunchō ein, wo er zu dessen herausragenden Schülern zählte. Als offizieller Maler des Lehens Hikone stand er im Dienst von Ii Naosuke. Eikai führte Bunchōs Prinzip des schulübergreifenden Studiums fort und beherrschte Literatenmalerei, chinesische Malweise, die Maruyama-Shijō-Richtung und besonders die Yamato-e-Tradition.

Satake Eikai (佐竹永海): Maler aus Aizu in der Nachfolge Tani Bunchōs

Satake Eikai (佐竹永海, 1803–1874) war ein japanischer Maler, dessen Wirken von der späten Edo- bis in die frühe Meiji-Zeit reicht. Er wurde in der Region Aizu geboren, im Viertel Kitakōji der Burgstadt Wakamatsu im heutigen Fukushima. Damit gehört er zu jenen Malern, die aus der Provinz nach Edo gingen und dort in die erste Reihe aufstiegen.

Im Atelier Shazanrō: Ausbildung bei Tani Bunchō

Mit zwanzig Jahren trat Eikai in das Atelier Shazanrō (写山楼) von Tani Bunchō ein, der zu dieser Zeit der einflussreichste Maler Edos war. Eikai zählte dort zu den herausragenden Schülern. Prägend wurde weniger ein einzelner Stil als Bunchōs methodische Haltung: das gleichzeitige Studium mehrerer Traditionen, in der japanischen Literatur als hasshū kengaku (八宗兼学) bezeichnet. Eikai gilt in dieser Hinsicht als legitimer Erbe seines Lehrers – er beherrschte die Literatenmalerei ebenso wie die chinesische Malweise, die Maruyama-Shijō-Richtung und die höfische Yamato-e-Tradition.

Hofmaler des Lehens Hikone unter Ii Naosuke

Eikai wurde offizieller Maler des Lehens Hikone (彦根藩御用絵師) und stand damit im Dienst von Ii Naosuke, der als Tairō die Politik des späten Shōgunats maßgeblich bestimmte. Später arbeitete er für Aizuer Kaufmannsfamilien und für Auftraggeber in Setagaya. Sein gesellschaftlicher Rang zeigt sich im Umgang mit Literaten und einflussreichen Persönlichkeiten seiner Zeit – ein Netzwerk, das für Maler dieser Epoche zugleich Auftragsquelle und Fortbildung war.

Yamato-e, Blumen- und Vogelbilder: Eikais Bildsprache

Als besondere Stärke gilt Eikais Yamato-e-Malerei, in der er zahlreiche Hauptwerke hinterließ. Daneben malte er historische und legendäre Figuren, Landschaften sowie Naturstudien. Diese Breite ist kein Mangel an Profil, sondern das ausdrückliche Programm der Bunchō-Schule: Der Maler sollte jedes Sujet in der ihm angemessenen Manier ausführen können.

Der blühende Kirschzweig als Frühjahrsbild

Ein Singvogel auf blühendem Kirschzweig setzt ein Bild eindeutig ins Frühjahr — und damit auf wenige Wochen im Jahr. Genau darin liegt der Sinn des Kakemono: Es wird zur Saison aufgehängt, danach wieder eingerollt und im Kasten verwahrt. Dass sich Rollbilder über zwei Jahrhunderte in oft erstaunlich gutem Zustand erhalten haben, ist die unmittelbare Folge dieser Praxis. Wer eine Sammlung nach dem Jahreslauf aufbaut, beginnt üblicherweise mit den Frühjahrsmotiven, weil sie am zahlreichsten überliefert sind; japanische Rollbilder dieser Art gehören bei Densho zum ständigen Sortiment.