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Aufsteigender Karpfen

Kakemono, Unikat, 166 x 44 cm
Artikelnummer: 10660
  • Höhe 166 cm
  • Breite 44 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Shida Kansui

290,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Mit kraftvollem Schwung bricht ein großer schwarzgrauer Karpfen aus dem Wasser, den Körper diagonal in die Bildfläche gestreckt, den Kopf nach oben gerichtet. Die einzeln gesetzten Schuppen sind mit bemerkenswerter Sorgfalt ausgearbeitet, das leuchtend gelbe Auge setzt einen lebendigen Akzent im dunklen Kopf des Fisches. Im unteren Bildbereich deuten zarte blaue Wellenmotive die Wasseroberfläche an, aus der das Tier hervorbricht – eine Darstellung voller Dynamik und Energie.

Der aufsteigende Karpfen zählt zu den bedeutungsreichsten Motiven der ostasiatischen Malerei. Er gilt als Symbol für Ausdauer, Kraft und den Willen, Hindernisse zu überwinden – eine Symbolik, die bis heute im japanischen Kulturleben lebendig ist. Die Wirkung des Gemäldes lebt dabei vom bewussten Kontrast: das dunkle, plastisch ausgearbeitete Tier vor dem weiten, hellen Bildgrund.

Das Gemälde trägt Signatur und Stempel von Shida Kansui und ist in der Showa-Zeit entstanden. Auf Seide gemalt und in eine dezente Einfassung mit hellblauem Brokatstreifen montiert, ist dieses handgemalte Unikat ein eindrucksvolles Beispiel traditioneller japanischer Tiermalerei.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Shida Kansui
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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