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Herbstchrysanthemen

Kakemono, Unikat, mit Box, 190 x 51 cm
Artikelnummer: 6460
  • Höhe 190 cm
  • Breite 51 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Taishô (1912–1926)
  • Holzbox Ja
  • Jikusaki Knochen
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

480,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Üppige weiße Chrysanthemenblüten entfalten sich in voller Pracht inmitten großer, blauer Blätter, während rote Beeren an zarten Zweigen Akzente setzen. Ein kleiner, braun gefiederter Singvogel sitzt auf einem moosbedeckten Felsen und blickt aufmerksam in die Szene. Die Komposition fängt die kühle Frische des Herbstwinds ein, wie es in der Kalligraphie angedeutet wird: „Westwind kühlt die Chrysanthemen, im Herbst des dritten Jahres…“. Die Chrysanthemen symbolisieren in der japanischen Tradition Langlebigkeit, Reinheit und die stille Schönheit der Spätsaison, während der Vogel eine lebendige, poetische Note hinzufügt.

Das Kakemono trägt die Signatur und den Stempel von Amano Shuryo, einem Künstler der Taisho-Zeit, der sich auf feine Kacho-ga-Malerei spezialisierte. In dieser kurzen, aber kulturell reichen Epoche (1912–1926) verbanden viele Maler traditionelle Motive mit einer sensiblen, fast romantischen Sensibilität, die die Vergänglichkeit der Jahreszeiten und die Harmonie der Natur betonte. Amano Shuryos Werke zeichnen sich durch präzise Farbverläufe und eine elegante Kompositionsbalance aus.

Auf Seide gemalt, entfaltet das Unikat eine weiche, leuchtende Farbpalette mit subtilen Grau- und Blautönen, die die Blütenblätter zart und plastisch wirken lassen. Die Jikusaki aus Knochen verleihen dem Stück eine edle, klassische Rahmung. Es wird mit einer Holzbox präsentiert. Dieses handgemalte Kakemono bringt die meditative Schönheit des japanischen Herbstes in den Raum und eignet sich besonders für Liebhaber traditioneller Blumen- und Vogelmalerei, die Wert auf feine Ausführung und poetische Ausstrahlung legen.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Amano Shuryo
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Taishô (1912–1926), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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