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Junge Frau vor ihrem Kimono-Schrank

Kakemono, Unikat, mit Box, 195 x 65 cm
Artikelnummer: 6444
  • Höhe 195 cm
  • Breite 65 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Holzbox Ja
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Seide
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:
Seifune

520,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

In diesem fein ausgeführten Werk tritt eine junge Frau in einem Moment stiller Konzentration hervor. Ihr Blick ist sanft gesenkt, während sie den Ärmel ihres reich verzierten Kimono leicht anhebt, als prüfe sie dessen Falten oder die Wirkung des dichten Musters. Die zarten Farbverläufe in Violett, Weiß und Orange verleihen der Szene eine zurückhaltende Leuchtkraft, während die filigranen Pflanzenmotive auf dem Gewand den Frühling als ruhige, doch kraftvolle Jahreszeit widerspiegeln. Das Bild strahlt eine stille, fast meditative Eleganz aus, die durch die weiche Linienführung zusätzlich unterstrichen wird.

Neben ihr steht ein geöffneter Kimono-Schrank, aus dem weitere Stoffe in kräftigem Rot und Weiß hervorschimmern. Diese Ergänzung verankert die Figur im Alltag und verleiht der Komposition Tiefe: Die sorgfältig drapierten Textilien deuten auf ein feines Gespür für Ordnung und Ästhetik hin. Der Kontrast zwischen den satten Farben des Schranks und der hellen, luftigen Gewandung der Frau schafft eine harmonische Balance zwischen Ruhe und Lebendigkeit.

Das Rollbild entstand in der Shōwa-Zeit, wurde auf Seide gemalt und mit Jikusaki aus Holz versehen. Der Stempel verweist auf Seifune. Das Kakemono zeigt sich in ausgezeichnetem Zustand und verkörpert die subtile Schönheit klassischer Nihonga-Malerei, die den Alltag poetisch erhöht und zugleich die handwerkliche Präzision des Künstlers sichtbar macht.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Seifune
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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