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Springender Karpfen - Kakemono Gyokusha Shunki

Kakemono, Unikat, 194 x 50 cm
Artikelnummer: 6437
  • Höhe 194 cm
  • Breite 50 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

540,00 €

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Artikelbeschreibung

In dieser äußerst reduzierten, aber ausdrucksstarken Darstellung erhebt sich ein einzelner Karpfen aus der Stille eines fast leeren Bildraums. Der Künstler lenkt den Blick unmittelbar auf das Tier, dessen Körper sich mit sanfter Eleganz nach oben wendet. Die schuppenartige Struktur wird nur angedeutet und dennoch präzise erfasst, wodurch der Fisch zugleich realistisch und poetisch erscheint. Die leichte Drehung des Körpers verleiht ihm eine dynamische, fast schwerelose Bewegung, als würde er sich durch transparentes Wasser emporarbeiten.

Die Komposition lebt von großzügiger Leere, die den Fisch noch kraftvoller hervortreten lässt. Der Hintergrund bleibt bewusst unbestimmt, wodurch die Aufmerksamkeit vollständig auf die subtile Lichtführung und die fließenden Pinselspuren gelenkt wird. Diese Bildsprache entspricht dem ästhetischen Empfinden der Meiji-Zeit, in der Naturmotive oft mit einer zurückhaltenden, meditativen Atmosphäre verbunden wurden.

Gemalt auf Papier und versehen mit Jikusaki aus Holz zeigt das Rollbild den Stempel von Gyokusha Shunki. Das Werk stammt aus der Meiji-Zeit und besticht durch seine ruhige, konzentrierte Darstellung, die den Karpfen – ein traditionelles Symbol für Stärke, Ausdauer und Aufstieg – in einer besonders reinen und klaren Form präsentiert.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Gyokusha Shunki
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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