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Pflaumenblüten im leisen Frühlicht

Kakemono, Unikat, mit Box, 124 x 49 cm
Artikelnummer: 6367
  • Höhe 124 cm
  • Breite 49 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Holzbox Ja
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

280,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

Zart aus dem hellen Bildgrund hervortretend, spannt sich ein Pflaumenzweig diagonal durch die Komposition. Die rosafarbenen und purpurnen Blüten sind in feinen Abstufungen gesetzt, teils transparent, teils mit dichterem Farbauftrag, sodass sie wie schwebend wirken. Auf einem unteren Ast sitzt ein kleiner Vogel, ruhig und aufmerksam, mit leicht geneigtem Kopf. Sein schlicht gehaltenes Gefieder bildet einen stillen Gegenpol zur lebhaften Blütenfülle und lenkt den Blick in die intime Mitte der Szene.

Die Wirkung des Bildes entsteht aus Zurückhaltung und Rhythmus. Leere Flächen sind bewusst eingesetzt und lassen den Zweigen Raum zum Atmen. Die Tuschelinien der Äste variieren zwischen weich verlaufenden Waschungen und klaren Akzenten, wodurch ein natürlicher, fast atmender Eindruck entsteht. Der Vogel scheint Teil dieser Stille zu sein, nicht als erzählerisches Zentrum, sondern als stiller Begleiter des Jahreszeitenwechsels.

Das Werk wurde auf Papier ausgeführt und stammt aus der Shōwa-Zeit. Der Stempel weist auf Tokuoka Shinsen hin. Jikusaki aus Holz und eine signierte Holzbox ergänzen das Kakemono und unterstreichen seine sorgfältige Präsentation und den respektvollen Umgang mit diesem poetischen Naturbild.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Tokuoka Shinsen
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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