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Reiher auf Fels mit Chrysanthemen

Kakemono, Unikat, 189 x 60 cm
Artikelnummer: 6344
  • Höhe 189 cm
  • Breite 60 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Meiji (1868–1912)
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

290,00 €

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Artikelbeschreibung

Ein eindrucksvolles Beispiel klassischer japanischer Malerei, das die Harmonie zwischen Tier und Natur in meisterlicher Ruhe einfängt. Auf einem Felsvorsprung steht ein Reiher mit aufmerksam erhobenem Kopf, sein langer Hals betont die elegante Vertikalität der Komposition. Hinter ihm entfalten sich zarte Chrysanthemen – Symbol der Langlebigkeit und des Herbstes –, deren feine Linien und gedeckte Farben einen subtilen Kontrast zum kräftigen Schwarz des Vogels bilden.

Das Werk ist auf Papier gemalt, mit Jikusaki aus Holz, und stammt aus der Meiji-Zeit. Die Zuschreibung an Yamamoto Baiitsu (1783–1856) verweist auf die Tradition der Nanga-Malerei, die sich durch ihre poetische Naturauffassung und kalligrafische Leichtigkeit auszeichnet. Obwohl das Gemälde stilistisch dem Werk Baiitsus nahesteht, dürfte es sich um eine spätere Hommage handeln – ein Ausdruck des fortwirkenden Einflusses des Meisters in der japanischen Kunst des 19. Jahrhunderts.

Die warme, gealterte Farbgebung unterstreicht die Zeitlosigkeit des Motivs und verleiht der Darstellung eine stille, kontemplative Atmosphäre.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Yamamoto Baiitsu
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Meiji (1868–1912), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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