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Kalligrafie "Schnee"

Kakemono, Unikat, mit Box, 118 x 48 cm
Artikelnummer: 6446
  • Höhe 118 cm
  • Breite 48 cm
  • Artikel-Typ Kakemono
  • Entstehungszeit Shôwa (1926–1989)
  • Holzbox Ja
  • Jikusaki Holz
  • Material Honshi Papier
  • Technik Handmalerei
  • Unikat Ja
Signatur / Stempel:

470,00 €

Sofort verfügbar, Lieferzeit: 1-3 Tage

Artikelbeschreibung

In dieser ausdrucksstarken Kalligrafie entfaltet sich das Zeichen „Schnee“ (雪) in einer kraftvollen, zugleich geschmeidigen Pinselbewegung. Die tiefschwarze Tusche bildet einen spannungsvollen Kontrast zum hellen Papiergrund und lässt den Charakter des Schriftzeichens beinahe körperlich spürbar werden. Die dynamischen Linien changieren zwischen dichten, satten Flächen und fein auslaufenden Pinselspuren – ein Spiel, das die natürliche Leichtigkeit von fallendem Schnee ebenso einfängt wie seine stille Schwere.

Links neben dem Hauptzeichen finden sich elegante Nebeninschriften, deren ruhiger Duktus die expressive Hauptform harmonisch ergänzt. Die roten Siegel – darunter der Stempel von Takeda Masuyoshi, einem ranghohen Geistlichen der Rinzai-Schule (Kennin-ji-Linie) – setzen zusätzliche Akzente und balancieren die Komposition optisch aus. Das Zusammenspiel von Schrift, Siegeln und leerem Raum zeigt eine tiefe Vertrautheit mit der Zen-Ästhetik, in der Reduktion, Klarheit und innere Sammlung eine zentrale Rolle spielen.

Auf Papier ausgeführt und mit Jikusaki aus Holz versehen, trägt das Werk eine signierte Holzbox, die seinen Ursprung und seine Authentizität bezeugt. Diese sorgfältige Aufbewahrung unterstreicht den meditativen Charakter der Kalligrafie und macht sie zu einem eindrucksvollen Beispiel japanischer Schriftkunst, die Bedeutung und Geist eines einzigen Zeichens in reiner Form zum Ausdruck bringt.

Oft nachgefragt

Ja, dieses Werk wird mit einer Holzbox geliefert.
Ja, dieses Stück trägt die Signatur oder den Stempel von Takeda Masuyoshi
Basierend auf den Angaben der Vorbesitzer und des Zustands des Objekts verorten wir es grob in der Epoche Shôwa (1926–1989), können aber keine Angaben zum konkreten Zeitpunkt machen.
Ja, es handelt sich bei diesem Stück um ein echtes handgearbeitetes Unikat, das so kein zweites Mal existiert.
Weil beide Angaben über Verschiedenes sprechen: Die Epochenangabe beschreibt das Objekt – Bildträger, Farben, Erhaltungszustand –, die Signatur gibt wieder, welcher Name auf dem Bild steht. Dahinter steckt in aller Regel kein Täuschungsversuch, sondern die japanische Malereiausbildung: Das Kopieren nach Werkstattvorlagen war jahrhundertelang der Lehrplan, ein Utsushi gilt als Verbeugung vor dem Lehrer, Werkstätten signierten mit dem Namen des Meisters, und Künstlernamen wurden innerhalb einer Schule weitergegeben. Ein solches Rollbild ist deshalb keine Fälschung, sondern ein von Hand gemaltes Einzelstück, das die Formensprache seiner Schule fortführt – nur eben nicht das Werk des berühmten Namens, und entsprechend bepreist. Ausführlich erklären wir das im Ratgeber Warum trägt ein Kakemono oft die Signatur eines längst verstorbenen Künstlers?.

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