Kutani-Porzellan

Japanisches Kutani-Porzellan

Rote Pfingstrosen auf Cremeweiß, Goldfasanen vor tiefem Kobaltblau, Kraniche über blaugrünen Bergen: Kutani-Porzellan malt mit Farbe und Gold – handbemalte Einzelstücke direkt aus Japan.

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Kurz gesagt

Kutani-Porzellan (九谷焼, Kutani-yaki) ist japanisches Porzellan aus der Präfektur Ishikawa, benannt nach dem Dorf Kutani, in dem Mitte des 17. Jahrhunderts der erste Ofen entstand. Kennzeichen ist die kräftige Aufglasurmalerei im Gosai-de-Stil mit Grün, Gelb, Purpur, Blau und Rot, die dem Porzellan eine fast gemäldehafte Wirkung verleiht. Nach dem frühen Ko-Kutani ruhte die Tradition rund hundert Jahre und lebte im 19. Jahrhundert als Saiko-Kutani mit neuen Stilrichtungen wieder auf. Bei Densho finden Sie handbemalte Sake-Sets, Tokkuri, Teeschalen und Vasen aus Kutani als Einzelstücke direkt aus Japan.

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Was ist Kutani-yaki?

Kutani-yaki (九谷焼) ist Porzellan aus der Präfektur Ishikawa an der Japanischen See, benannt nach dem Dorf Kutani, in dem im 17. Jahrhundert die ersten Öfen entstanden. Sein bekanntestes Merkmal ist die mehrfarbige Aufglasurmalerei im Gosai-de-Stil, dem „Fünf-Farben-Stil“ aus Grün, Gelb, Purpur, Blau und Rot. Diese Farben gelten als so verbindlich, dass das japanische Register der traditionellen Kunsthandwerke ihre Verwendung für anerkanntes Kutani-yaki ausdrücklich vorschreibt.

Gotō Saijirō und das alte Kutani

Am Anfang steht der Töpfer Gotō Saijirō, der sein Handwerk in Arita auf Kyūshū gelernt hatte, damals bereits Zentrum der japanischen Porzellanherstellung. Zurück in seiner Heimat gründete er Mitte des 17. Jahrhunderts einen Ofen in Kutani, wo zuvor Porzellanstein gefunden worden war. Die Stücke dieser frühen Phase heißen Ko-Kutani, „altes Kutani“: kräftig, oft die ganze Fläche bedeckend bemalt, mit Landschafts- und Naturmotiven in den fünf Farben.

Hundert Jahre Stille und die Wiederkehr

Nach nur etwa fünfzig Jahren stellte der Ofen den Betrieb ein; die Gründe sind bis heute nicht abschließend geklärt. Rund hundert Jahre ruhte die Tradition, ehe sie im frühen 19. Jahrhundert als Saiko-Kutani, „wiederbelebtes Kutani“, zurückkehrte – mit größerer Vielfalt als zuvor. Es entstanden der Yoshidaya-Ofen, der das alte Kutani bewusst wiederbeleben wollte und auf Blau, Gelb und Purpur setzte, der Miyamoto-Ofen mit feiner roter Malerei und der Eiraku-Ofen mit Rot und Goldbrokat-Dekor.

Herstellung: Malerei als eigene Kunst

Kutani-Porzellan wird aus feinem Porzellanton geformt und in einem ersten Brand gefestigt. Danach folgt die eigentliche Bemalung mit mineralischen Farbpigmenten und schließlich ein weiterer Brand, der die Farben mit der Glasur verschmilzt. Anders als bei Arita, wo zurückhaltende Unterglasurmalerei in Kobaltblau verbreitet ist, dominieren bei Kutani dichte, farbintensive Kompositionen über der Glasur. Diese Malerei verlangt eine jahrelange Ausbildung und gilt als eigenständige Disziplin innerhalb der Porzellanherstellung.

Fürstliche Förderung und Weltausstellungen

Dass gerade in Ishikawa eine so aufwendige Malkunst gedeihen konnte, hängt mit Kanazawa zusammen, dem Sitz eines der reichsten Lehnsgebiete der Edo-Zeit. In der Meiji-Zeit (1868–1912) wurde Kutani-Porzellan zum gefragten Exportgut und auf internationalen Weltausstellungen gezeigt. Bis heute arbeiten in Ishikawa zahlreiche, teils seit Generationen bestehende Werkstätten, deren Spektrum vom bemalten Sammlerstück bis zu zeitgenössischem Tafelgeschirr reicht.

Motive und wie man Kutani erkennt

In unserer Auswahl begegnen Pfingstrosen mit Pfau oder Paradiesvögeln, blühende Pflaumenzweige, Mandarinenten, Goldfasanen auf Kobaltblau und Kraniche über einer Berglandschaft, häufig gefasst von feinen Goldrändern. Gegenüber Arita und Imari, die für Kobaltblau, Rot und Gold bekannt sind, zeigt Kutani oft eine breitere, kühlere Palette mit Grün und Purpur. Ein handbemaltes Stück erkennen Sie an der Leuchtkraft und Tiefe der Aufglasurfarben und an der nie ganz gleichmäßigen Pinselführung, die sich mit Siebdruck nicht nachahmen lässt. Daneben gibt es zurückhaltende Stücke mit ruhiger, erdiger Glasur und erhabenem Dekor.

Kutani im Wohnraum und am Tisch

Eine bemalte Vase setzt im Tokonoma oder auf einem Sideboard einen farbigen Mittelpunkt; Pflaumenblüte, Pfingstrose oder Kranich lassen sich dabei auch nach Jahreszeit oder Anlass wählen. Sake-Sets aus Tokkuri (Sakeflaschen) und kleinen Schälchen sind für das Servieren gemacht, Teeschalen-Sets für den gemeinsamen Tee. Da sie in signierter Holzbox geliefert werden, eignen sich solche Stücke auch als Geschenk.

Pflege

Porzellan ist dicht gesintert und deutlich unempfindlicher als poröse Teekeramik, es lässt sich gut abwaschen. Empfindlich sind die Aufglasurfarben und die Goldstaffage: Sie vertragen weder Scheuermittel noch Spülmaschine und auf keinen Fall die Mikrowelle. Reinigen Sie mit warmem Wasser und weichem Schwamm, trocknen Sie behutsam ab und stapeln Sie bemalte Teile nicht ineinander.

Worauf Sammler achten

Originale Ko-Kutani-Stücke sind selten und kunsthistorisch umstritten; ein Teil davon könnte sogar in Arita gefertigt worden sein. Das Gros der heute zugänglichen Kutani-Ware steht in der Tradition des Saiko-Kutani. Achten Sie auf Signatur und Holzbox, auf den Zustand von Goldrändern und Farbflächen sowie auf die Qualität der Malerei selbst, die bei Kutani den eigentlichen Wert eines Stücks bestimmt.

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