
Makuri – japanische Malerei ohne Montierung
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Ein Makuri ist eine japanische Malerei im unmontierten Zustand: das fertige Bild auf seinem originalen Bildträger aus Papier oder Seide, aber ohne textile Einfassung, ohne Rollstab und ohne Aufhängeschnur. In Japan verließen Arbeiten das Atelier üblicherweise in dieser Form und wurden erst später, je nach Verwendung, montiert. Wer ein Makuri erwirbt, entscheidet selbst, ob daraus ein Kakemono oder ein gerahmtes Bild wird. Ohne Montierung nimmt ein Makuri kaum Platz ein und wird flach aufbewahrt. Bei Densho finden Sie handgemalte Makuri als Einzelstücke direkt aus Japan.

Kokyo
Sanfte Eleganz des Tigers - Makuri ohne Einfassung
Makuri, Unikat, 94 x 32 cm
890,00 €

Zwei verspielte Hundewelpen
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
85,00 €

Makuri mit Bambus und Vollmond
Makuri, Unikat
168,00 €

Winterlandschaft mit Berghütten
Makuri, Unikat, 140 x 40 cm
70,00 €

Schwarze Katze und Libelle in Tusche
Makuri, Unikat, 59 x 25 cm
Verkauft

Ahornlaub im Herbst
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
Verkauft

Herbstliche Berglandschaft mit Wanderer
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
Verkauft

Herbstlandschaft mit Wildgänsen
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
Verkauft

Blaue Prunkwinde
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
Verkauft

Poet in Gedanken
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
Verkauft

Lilie mit Biene
Makuri, Unikat, 36 x 6,5 cm
Verkauft

Kleines Reh
Makuri, Unikat, 114 x 35 cm
Verkauft

Kalligrafie "Butsu ko sho ten chi"
Makuri, Unikat, 120 x 30 cm
Verkauft

Bodhidharma auf dem Schilfrohr
Makuri, Unikat, 61 x 36 cm
Verkauft

Winterbaum mit sitzendem Gelehrten
Makuri, Unikat, 120 x 42 cm
Verkauft

Bergdorf im Nebel
Makuri, Unikat, 115 x 41 cm
Verkauft

Der Vogel am Granatapfelbaum
Makuri, Unikat, 130 x 30 cm
Verkauft
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Makuri: die Malerei vor der Montierung
Ein Makuri ist ein unmontiertes Blatt: die fertige Malerei auf ihrem originalen Honshi, dem Bildträger aus Papier oder Seide, aber ohne Einfassung, ohne Stäbe und ohne Aufhängeschnur. Was beim Kakemono der Montierer hinzufügt – die schmalen Ichimonji-Streifen, die innere Einfassung, die Felder Himmel und Erde, Leiste und Rundstab mit den Jikusaki –, fehlt beim Makuri noch. Das Bild selbst ist davon unberührt. Signatur und Siegel gehören zum Blatt und sitzen dort, wo der Maler sie in die Komposition gesetzt hat.
Der übliche Zustand, in dem ein Bild das Atelier verließ
Ein Makuri ist kein Rollbild, dem etwas abhandengekommen ist. In Japan war das unmontierte Blatt der übliche Zustand, in dem eine Arbeit das Atelier verließ; montiert wurde später und je nach Verwendung. Denn die Montierung, das Hyōgu, ist ein eigenes Handwerk mit eigener Geschichte. Der Montierer, der Hyōgu-shi, wählt die Stoffe so, dass sie zum Motiv, zur Entstehungszeit und zum Anlass passen. Wer ein Makuri erwirbt, hat diese Entscheidung über Form und Stoffe noch vor sich – und kann sie nach eigenem Geschmack treffen.
Makuri und Kakemono: der Unterschied
Ein Kakemono ist ein Gemeinschaftswerk zweier Hände: der des Malers und der des Montierers. Die Malerei wird mit mehreren Lagen Washi und Weizenstärkekleister hinterklebt, in abgestimmte Stoffe gefasst und zwischen eine obere Leiste und einen unteren Rundstab gespannt; so lässt sich das Bild aufhängen, wieder aufrollen und in einer Holzbox verwahren. Ein Makuri ist dagegen allein die Arbeit des Malers. Es wird flach aufbewahrt, nimmt kaum Platz ein und ist meist günstiger als ein vollständig montiertes Rollbild. Wer zum ersten Mal japanische Malerei sammelt, findet darin einen ehrlichen Einstieg: dieselbe Handschrift, dasselbe Material, nur weniger Aufwand drumherum.
Als Kakemono montieren lassen
Soll aus einem Makuri ein Rollbild werden, ist ein Hyōgu-shi der richtige Ansprechpartner; neben den Werkstätten in Japan gibt es auch in Europa einige spezialisierte Betriebe. Japanische Montierungen folgen festen Typen: Das verbreitete Yamato-hyōgu arbeitet mit drei Stoffen in abgestufter Rangfolge und kennt drei Grade der Förmlichkeit, Shin, Gyō und Sō; das Bunjin-hyōgu umschließt das Bild ringsum mit einem einzigen Stoff. Ein kühles Blaugrau kann den Ton einer Tuschlandschaft aufnehmen, ein warmes Goldocker auf Blüten antworten. Eine solche Montierung kostet Zeit und Geld, weil zwischen den Arbeitsgängen immer wieder befeuchtet und getrocknet wird. Dafür entsteht ein Rollbild, dessen Fassung Sie selbst mitbestimmt haben.
Rahmen statt Rollbild
Ebenso lässt sich ein Makuri rahmen. Für viele Wohnungen ist das die naheliegende Lösung, weil ein gerahmtes Bild keine Wand in Rollbildhöhe braucht und sich in eine bestehende Hängung einfügt. Zu bedenken ist dabei ein grundlegender Unterschied: Das Kakemono ist auf Wechsel angelegt und hängt jeweils nur einige Wochen, ein gerahmtes Bild hängt meist dauerhaft. Umso wichtiger ist der Platz. Direkte Sonne bleicht Pflanzenfarben, Indigo und Seide innerhalb weniger Monate sichtbar aus, Heizungsluft macht Papier spröde. Eine ruhige Innenwand mit indirektem Licht ist die richtige Wahl.
Motive und Bildträger
Makuri tragen dieselben Motive wie montierte Rollbilder. Typische Makuri-Motive sind etwa ein Tiger in friedlicher Pose auf feiner Seide, zwei spielende Hundewelpen, ein Dichter auf der Suche nach einem Vers, eine Lilie mit Biene, eine verschneite Winterlandschaft mit strohgedeckten Hütten, Bambus vor dem Vollmond oder eine Prunkwinde auf einem schmalen Papierstreifen. Die meisten Blätter stammen aus der Shōwa-Zeit (1926–1989), alle sind von Hand gemalt. Als Bildträger überwiegt Papier, einige Arbeiten sind auf Seide ausgeführt.
Aufbewahrung und Pflege
Ein Makuri wird flach und trocken gelagert, am besten zwischen säurefreiem Papier und an einem dunklen, gleichmäßig temperierten Ort. Wie bei jedem Rollbild sind etwa 50 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte ein guter Richtwert: Darunter wird Papier spröde, darüber drohen Schimmel und Stockflecken. Fassen Sie das Blatt nur mit sauberen, trockenen Händen an, denn Hautfett hinterlässt auf Seide dauerhafte Spuren. Gereinigt wird nie feucht, weil weder Tusche noch Farbpigmente wasserfest sind.
Worauf Sammler achten
Da beim Makuri keine Einfassung von der Malerei ablenkt, liegt der Blick ganz auf dem Bildfeld. Leichte Vergilbung ist bei älteren Blättern normal; genauer hinsehen sollte man bei Stockflecken mitten im Bild, bei brüchiger Seide und bei Knicken, die durch die Malerei laufen. Achten Sie auf die Maße des Blatts, wenn Sie eine Montierung oder einen Rahmen planen. Und nehmen Sie sich Zeit für den Pinselduktus: Ohne Brokat und Rahmen zeigt sich die Hand des Malers besonders unmittelbar.

