
Japanische Shino-Keramik
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Shino-Keramik (志野焼, Shino-yaki) ist eine japanische Steinzeug-Keramik aus der Region Mino im heutigen Gifu, die im späten 16. Jahrhundert entstand und als älteste weiß glasierte Keramik Japans gilt. Kennzeichen ist eine dicke, milchig-weiße Feldspatglasur mit feinen Poren, in der sich beim Holzbrand rötliche Feuerflecken bilden. Häufig schimmern unter der Glasur zurückhaltende Motive in Eisenoxid hindurch. Bekannte Spielarten sind E-Shino, Nezumi-Shino und Beni-Shino. Bei Densho finden Sie handgefertigte Shino-Chawan und Sakeschalen als Einzelstücke direkt aus Japan.

Masao Nakajima
Chawan Teeschale aus Shino-Keramik von Masao Nakajima
Chawan, Unikat, mit Box, 12,5 x 8 cm
380,00 €

Masayoshi Kato
Chawan aus Shino-Keramik von Masayoshi Kato
Chawan, Unikat, mit Box, 9 x 12 cm
340,00 €

Toyama Ofen
Chawan aus Shino-Keramik aus dem Toyama Ofen
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 12 cm
280,00 €

Jyuzo Sato
Chawan aus Shino-Keramik von Jyuzo Sato
Chawan, Unikat, mit Box, 9 x 11,5 cm
320,00 €

Kazufumi Wada
Chawan aus Shino-Keramik von Kazufumi Wada
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 12 cm
310,00 €

Takeshi Kato
Guinomi aus Shino-Keramik von Takeshi Kato
Guinomi, Unikat, mit Box, 5,5 x 5,5 cm
890,00 €

Jyuzo Sato
Chawan aus Shino-Keramik von Juzo Sato
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 12 cm
280,00 €

Sawada Shuichi
Guinomi Sake-Schale aus Shino-Keramik von Shuichi Sawada
Guinomi, Unikat, mit Box, 5 x 6 cm
210,00 €

Taniguchi Shohachi
Guinomi aus Shino-Keramik von Shohachi Taniguchi
Guinomi, Unikat, mit Box, 3 x 5,5 cm
175,00 €

Handgetöpferte japanische Sakeschale (Guinomi) Shino Keramik
Guinomi, Unikat, mit Box, 5 x 7 cm
160,00 €

Sawada Shuichi
Chawan aus Shino-Keramik von Shuichi Sawada mit Feuerspuren
Chawan, Unikat, mit Box, 7 x 12 cm
290,00 €

Chawan aus Shino-Keramik mit Schriftzeichen unter der Glasur
Chawan, Unikat, mit Box, 8,5 x 11,5 cm
180,00 €

Kizan Mizuno
Chawan Shino Keramik von Kizan Mizuno
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 13 cm
330,00 €

Chawan aus Shino-Keramik mit grau gesprenkelter Glasur
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 11 cm
260,00 €

Ken Kato
Chawan aus Shino-Keramik von Ken Kato
Chawan, Unikat, mit Box, 9 x 11,5 cm
Verkauft

Seizan Hoki
Chawan Teeschale aus Shino-Keramik von Seizan
Chawan, Unikat, mit Box, 8,5 x 11 cm
Verkauft

Noritoshi Takagi
Chawan aus Shino-Keramik von Noritoshi Takagi
Chawan, Unikat, mit Box, 7 x 9 cm
Verkauft

Sato Yasumoto
Guinomi aus Shino-Keramik von Sato Yasumoto
Guinomi, Unikat, mit Box, 4,5 x 6 cm
Verkauft
Shuzo Kato
Chawan aus Shino-Keramik von Shuzo Kato
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 12 cm
Verkauft

Bungo Yamamoto
Guinomi aus Shino-Keramik von Bungo Yamamoto, breite Form
Guinomi, Unikat, mit Box, 6 x 6 cm
Verkauft

Bungo Yamamoto
Guinomi aus Shino-Keramik von Bungo Yamamoto, hohe Form
Guinomi, Unikat, mit Box, 6 x 6,5 cm
Verkauft

Tokkuri aus Shino-Keramik
Tokkuri, Unikat, 15 x 10 cm
Verkauft

Sake-Set aus Shino-Keramik, Tokkuri und zwei Guinomi
Set aus Guinomi und Tokkuri, Unikat, 13 x 9 cm
Verkauft

Makita Hiroyoshi
Guinomi aus Shino-Keramik von Makita Hiroyoshi
Guinomi, Unikat, mit Box, 5,5 x 6,5 cm
Verkauft

Handgetöpferte japanische Teeschale (Chawan) Shino Glasur
Chawan, Unikat, 8 x 11,5 cm
Verkauft

Handgetöpferte Shino-yaki Sake-Schalen (Guinomi) im 5er-Set
Guinomi, Unikat, mit Box, 4,5 x 5,5 cm
Verkauft

Chawan aus Shino-Keramik mit rostbraunem Mondring
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 11 cm
Verkauft

Sawada Shuichi
Chawan aus Nezumi-Shino von Shuichi Sawada mit Grasdekor
Chawan, Unikat, mit Box, 8 x 12 cm
Verkauft

Jyuzo Sato
Chawan mit Shino-Glasur von Jyuzo Sato
Chawan, Unikat, 8 x 12 cm
Verkauft
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Japans erste weiße Glasur
Bevor es Shino-yaki gab, kannte die japanische Keramik kaum echtes Weiß; vorherrschend waren erdige Brauntöne, Schwarz und grünliche Glasuren nach chinesischem Vorbild. Im späten 16. Jahrhundert, während der Azuchi-Momoyama-Zeit, entstand in der Provinz Mino, dem heutigen Gifu, ein neuer Stil: dicke, weiße Feldspatglasur mit feinen Poren und zarten rötlichen Brandspuren. Shino-yaki gilt seither als die erste weiß glasierte Keramik Japans. Sie entstand im Umfeld der aufblühenden Teekultur, als Teemeister wie Furuta Oribe nach neuen, ausdrucksstarken Gefäßen suchten.
Ein Teil der Mino-Tradition
Mino liegt geografisch nahe am älteren Keramikzentrum Seto. Töpfer, die während der Bürgerkriegswirren aus Seto abgewandert waren, ließen sich hier nieder und entwickelten unter dem Schutz lokaler Lehnsherren gleich mehrere neue Stile. Neben Shino waren das das grün glasierte Oribe-yaki, das schwarze Setoguro und das gelbliche Ki-Seto. Gemeinsam gelten sie heute als die vier großen Ausprägungen der Mino-yaki-Tradition. Viele zeitgenössische Shino-Töpfer arbeiten bis heute in der Region und verstehen ihre Arbeit als Fortführung dieses Erbes.
Die Glasur: Poren, Feuerflecken und Tiefe
Das prägende Element ist die dicke, milchig-weiße Feldspatglasur, die deutlich voluminöser aufgetragen wird als bei den meisten anderen japanischen Keramiken. Im holzbefeuerten Ofen, traditionell einem Anagama oder Noborigama, verteilt sich die Hitze ungleichmäßig. So entstehen feine Poren und kleine Krater in der Oberfläche, die gern mit einer Zitrusschale verglichen werden, und rötliche bis orangefarbene Feuerflecken dort, wo der eisenhaltige Untergrund mit der Glasur reagiert. Weil kein Brand dem anderen gleicht, wird jedes Stück zum Unikat.
E-Shino, Nezumi-Shino und Beni-Shino
Innerhalb der Tradition haben sich mehrere Spielarten herausgebildet. E-Shino, das „bemalte Shino“, zeigt unter der Glasur mit Eisenoxid gemalte Motive, oft Gräser, Pflanzen oder abstrakte Linien, die wie durch einen Nebel hindurchschimmern. Bei Nezumi-Shino, dem „Maus-Shino“, liegt eine eisenreiche Engobe unter der Glasur und ergibt graue bis rötlich-braune Töne; eingekratzte Muster treten hell daraus hervor. Beni-Shino wirkt insgesamt rötlicher und wärmer, während Muji-Shino ganz auf Bemalung verzichtet und allein durch die Glasur wirkt.
Vergessen und wiederentdeckt
Nach der Blüte der Momoyama-Zeit geriet die Herstellung in der Edo-Zeit weitgehend in Vergessenheit; lange vermutete man den Ursprung fälschlich in Seto. Erst der Töpfer Arakawa Toyōzō (1894–1985) suchte im 20. Jahrhundert systematisch nach den alten Brennstätten. 1930 fand er bei Mutabora im Dorf Ogaya Shino-Scherben, die die Herkunft aus Mino belegten, und rekonstruierte daraufhin Tonmischungen und Brenntechniken. Für diese Leistung wurde er als Ningen Kokuhō, als „Lebender Nationalschatz“, ausgezeichnet. Eine historische Shino-Teeschale, die „Unohanagaki“, ist in Japan sogar als Nationalschatz eingestuft.
Formen und Gebrauch
Shino-yaki wird traditionell vor allem für Chawan, kleine Schalen und Sakegefäße verwendet, daneben auch für Vasen und Geschirr. Die Formen sind meist gedrungen, leicht asymmetrisch und trotz dicker Wandung angenehm in der Hand. Eine Shino-Teeschale eignet sich für Matcha ebenso wie als stilles Einzelstück im Tokonoma oder im Regal. Ein Guinomi aus Shino begleitet den Sake-Genuss und zeigt auf kleinem Raum dieselbe lebendige Glasur. Mit dem Gebrauch nimmt die poröse Oberfläche Farbnuancen des Tees auf und entwickelt eine feine, individuelle Patina.
Erkennen und pflegen
Ein handgefertigtes Shino-Stück erkennt man an den nie ganz symmetrischen Feuerflecken, an unregelmäßig verteilten Poren und an einer Glasur, deren Dicke sichtbar schwankt. Diese Merkmale lassen sich in gegossenem oder bedrucktem Geschirr nicht nachahmen. Gereinigt wird nur mit warmem Wasser und einem weichen Schwamm, ohne Spülmittel, ohne Spülmaschine und Mikrowelle, und danach gründlich an der Luft getrocknet. Die Poren nehmen Tee auf und lassen sich nicht ausbürsten; ein warm nachdunkelnder Ton ist normal und erwünscht.
Worauf Sammler achten
Bei Shino zählt zuerst die Glasur: Wie dicht und weich wirkt das Weiß, wo setzen die Feuerflecken an, ergibt sich ein stimmiges Bild auf der Oberfläche, im Japanischen oft Keshiki, „Landschaft“, genannt? Danach kommen Signatur oder Stempel und die vom Töpfer beschriftete Holzbox, die Herkunft und Zuschreibung dokumentiert. Ob ein Stück der weißen Grundform, dem grauen Nezumi-Shino oder der bemalten Variante angehört, ist dagegen eine Frage des persönlichen Geschmacks.




