Tokuda Rinsai (徳田隣斎): ein Nihonga-Maler aus Kyōto
Tokuda Rinsai (徳田隣斎) war ein japanischer Maler der Nihonga-Richtung, der in Kyōto geboren wurde und dort wirkte. Als Geburtsjahr nennt die Städtische Kunstuniversität Kyōto 1880, das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Tokio 1882; gestorben ist er 1947. Sein Schaffen reicht von der späten Meiji- bis in die Shōwa-Zeit.
Bei Maekawa Bunrei und Takeuchi Seihō
Seine erste Ausbildung erhielt er bei Maekawa Bunrei, danach wurde er Schüler Takeuchi Seihōs, der bestimmenden Figur der Kyōtoer Malerei um 1900. Rinsai gehörte zu Seihōs Malschule Chikujōkai, aus der viele Maler hervorgingen, die den Kyōtoer Kunstbetrieb der Taishō- und Shōwa-Zeit prägten.
Auf den staatlichen Ausstellungen
Schon auf der ersten staatlichen Kunstausstellung Bunten 1907 wurde ein Werk von ihm angenommen, 1908 erhielt er auf der zweiten Bunten einen Preis dritter Klasse, 1910 und 1915 folgten lobende Erwähnungen. Ab 1931 stellte er auf der Teiten, der Nachfolgerin der Bunten, als empfohlener Künstler aus, von 1937 bis 1943 auf der Shin-Bunten ohne Jurierung. Das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Tokio besitzt sein Gemälde 嶽麓春色, Frühling am Fuß des Berges, von 1942.
Lehrer an Kyōtos Kunstschulen
Neben der eigenen Arbeit unterrichtete Rinsai: Ab 1910 lehrte er als Lehrbeauftragter an der Städtischen Fachschule für Malerei und an der Kunstgewerbeschule in Kyōto, 1922 wurde er an der Kunstgewerbeschule fest angestellter Lehrer und blieb es bis 1930. Damit gehörte er zu den Malern, die die Kyōtoer Tradition nicht nur ausübten, sondern an die nächste Generation weitergaben.
Vogel und Herbstlaub
Die Seihō-Schule verlangte genaues Hinsehen, ohne das Gesehene bloß abzubilden. In Kachō-ga, Blumen- und Vogelbildern, zeigt sich diese Haltung besonders deutlich: Ein kleiner Vogel ist präzise erfasst, die Umgebung nur mit wenigen lavierten Flächen angedeutet, und die Jahreszeit ergibt sich aus Farbe und Laub. Viel leerer Grund gehört dabei zur Komposition.















