Kakemono Set aus zwei Gemälden – Tanuki unter Pflaume und Weide

Unikat — dieses Werk existiert nur ein einziges Mal.

Signatur / Stempel:
Mochizuki Kinpō
Entstehungszeit:
Meiji (1868–1912)
Maße (Höhe x Breite):
195 x 48 cm
Artikelnummer:
6495

3.590,00 €

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  • HolzboxJa
  • JikusakiKnochen
  • Material HonshiPapier
  • MotivTiere
  • TechnikHandmalerei

Artikelbeschreibung

Ein zusammengehöriges Paar Rollbilder von Mochizuki Kinpō, einem der bekanntesten Tiermaler der Meiji-Zeit. Seine Tanuki galten schon zu Lebzeiten als unübertroffen und sind bis heute das gefragteste Motiv seines Werks. Die beiden Rollen zeigen den Tanuki (japanischer Marderhund) in zwei Jahreszeiten. Im Frühling sitzt ein junges, flauschiges Tier unter einem blühenden Pflaumenzweig und blickt aufmerksam, fast neugierig zum Betrachter. Die Blüten sind zart koloriert. Im Sommer schleicht ein ausgewachsener Tanuki geduckt und wachsam durch hohes, sich neigendes Gras.

Kinpō arbeitet mit nasser, weich verlaufender Tusche, die das dichte Fell beinahe greifbar macht. Dagegen setzt er wenige präzise, tiefschwarze Akzente an Augen, Schnauze und Pfoten. Diese Verbindung von Spontaneität und genauer Naturbeobachtung ist typisch für die Shijō-Schule, in der Kinpō ausgebildet wurde. Die großzügigen leeren Flächen geben den Tieren Raum und lassen die Kompositionen ruhig und atmosphärisch wirken. Beide Bilder sind mit „金鳳“ (Kinpō) signiert und mit dem runden Siegel „金鳳畫印“ versehen.

Das Paar wird in einem gemeinsamen Holzkasten aufbewahrt. Der Deckel trägt die Aufschrift „金鳳畫史狸圖 春夏二幅“ (Tanuki-Bilder des Malers Kinpō, Frühling und Sommer, zwei Rollen). Die Innenseite des Deckels ist beschriftet und gesiegelt. Eine Besonderheit ist ein beiliegender, eigenhändig unterschriebener Brief Mochizuki Kinpōs an einen Herrn Koike Ginjirō, samt Originalumschlag. Der Umschlag trägt Kinpōs gestempelte Absenderadresse in Asakusa, Tokyo, wo er seit 1890 sein Atelier und seine Malschule betrieb, sowie eine 3-Sen-Chrysanthemenmarke mit Poststempel vom 6. Juli 1912 (Meiji 45), wenige Wochen vor dem Ende der Meiji-Zeit. Das Briefpapier zeigt ein blass vorgedrucktes Siegel des Künstlers.

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