Künstler

Hata Eshō

Kakemono mit Signatur Hata Eshōs: das Zeichen Mu in satter schwarzer Tusche mit rotem Kopfstempel.
Zeichen Mu – Kakemono mit Signatur Hata Eshōs (秦慧昭), Shōwa-Zeit (Ausschnitt)

Hata Eshō (秦慧昭): Vom Klosterkind zum Abt

Hata Eshō (秦慧昭) wurde am 4. März 1862 in Kozukue in der Provinz Musashi geboren. Nach dem Tod des Vaters kam er 1867 als Fünfjähriger zu Hata Ehō in den Tempel Tenryū-ji in Shinagawa, wo er die Tonsur erhielt. 1870 folgte er seinem Lehrer nach Toyooka in der Provinz Tajima an den Tempel Chōshō-ji. Sein Mönchsname lautet Mokudō Eshō.

Lehrjahre in Eihei-ji

Mit siebzehn ging er zum Sommerretreat nach Eihei-ji und wurde dort Gehilfe des Abtes Kuga Kankei. 1881 war er Shuso, Erster Mönch des Klosters, im folgenden Jahr empfing er von seinem Lehrer die Dharma-Übertragung. Bei einer großen Ordinationsfeier 1884 diente er wegen seiner guten Handschrift als persönlicher Gehilfe. Später lehrte er am Renpō-Gakurin in Kōbe und übernahm 1890 die Leitung von Chōshō-ji.

Kōbe und das Hannya-rin

Von 1913 bis 1917 wirkte er erneut in Eihei-ji, danach kurz am Chigen-ji in Miyazu. 1920 wurde er an den Fukushō-ji in Kōbe versetzt, der am selben Tag abbrannte; die Bauarbeiten zogen sich rund zehn Jahre hin. 1925 gründete er dort das Zen-Dōjō von Kōbe, und 1928 wurde das Kloster, bekannt als Hannya-rin, zu einer anerkannten Ausbildungsstätte. Dort lernte auch Miyazaki Ekiho, der spätere 78. Abt von Eihei-ji.

68. Abt von Eihei-ji

Am 6. Dezember 1933 wurde Hata Eshō zum 68. Abt von Eihei-ji gewählt und erhielt den Ehrentitel Daiki Shōshin Zenji; ab Februar 1934 war er zugleich Kanchō, das Oberhaupt der Sōtō-Schule. 1941 trat er nach einer Änderung der Ordensverfassung von Eihei-ji zurück und blieb erster hauptamtlicher Kanchō. Er starb am 19. Januar 1944 in einem Tempel im Tokioter Stadtteil Ushigome.

Kalligrafie und Signatur

Kalligrafien signierte Hata Eshō gern mit Eihei, oft gefolgt von seinem Alter; in Tempelbesitz ist etwa die Signatur Eihei shichijūgo-ō Eshō belegt, der 75-jährige Greis von Eihei. Aus seiner Zeit in Kōbe ist auch der Beiname Hyakufunō überliefert. Eine solche Signatur nennt den Namen, auf den sich ein Rollbild beruft; ob es eigenhändig ist, klärt erst der Vergleich mit gesicherten Stücken.

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