
Japanische Kunst der Meiji-Zeit
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Die Meiji-Zeit (明治時代, Meiji jidai, 1868–1912) begann mit der Meiji-Restauration, als der Kaiser die tatsächliche Regierungsgewalt zurückerlangte und Japan sich nach über zwei Jahrhunderten der Abschottung rasant dem Westen öffnete. In der Malerei grenzte sich die traditionelle Nihonga bewusst von der westlichen Ölmalerei (Yōga) ab, während japanisches Kunsthandwerk in Europa den Japonismus auslöste. Viele Maler führten die Formensprache der Kanō-Schule weiter. Bei Densho finden Sie Kunst der Meiji-Zeit – handgemalte Kakemono und Daruma-Figuren aus Bizen-Keramik und Kutani-Porzellan – als Einzelstücke direkt aus Japan.

Mochizuki Kinpō
Set aus zwei Gemälden – Tanuki unter Pflaume und Weide
Kakemono, Unikat, mit Box, 195 x 48 cm
3.590,00 €

Kanō Tōshun Yoshinobu
Set aus zwei Gemälden – Vögel und herbstliche Blumen
Kakemono, Unikat, mit Box, 200 x 56 cm
770,00 €

Nakahara Yōtō
Set aus zwei Gemälden – Sperlinge an Glyzinie und Weidenzweig
Kakemono, Unikat, mit Box, 175 x 38 cm
690,00 €

Araki Kanpo
Singvogel auf blühendem Kamelienast
Kakemono, Unikat, mit Box, 192 x 46 cm
1.210,00 €

Shibata Zeshin
Herbstliche Ufervegetation mit Schmetterling
Kakemono, Unikat, mit Box, 192 x 46 cm
880,00 €

Tanaka Hakuin
Japanische Aubergine
Kakemono, Unikat, mit Box, 164 x 33 cm
340,00 €

Tosa Mitsusada
Kraniche im Flug über Bambus
Kakemono, Unikat, mit Box, 126 x 69 cm
360,00 €

Tansenzai Keimei
Fuji in wolkenverhangenen Höhen
Kakemono, Unikat, 123 x 63 cm
440,00 €

Kano Eihaku
Wasser, Rückzug und Aufstieg - 3er Set
Kakemono, Unikat, mit Box, 188 x 45 cm
630,00 €

Gyokusha Shunki
Springender Karpfen - Kakemono Gyokusha Shunki
Kakemono, Unikat, 194 x 50 cm
540,00 €

Takahashi Keizan
Frühlingsduett auf blühendem Ast
Kakemono, Unikat, 182 x 80 cm
630,00 €

Kanō Zuizen
Fuji im Morgennebel
Kakemono, Unikat, 140 x 91 cm
1.170,00 €

Saeki Shunkō
Schönheit im Profil mit orangefarbenem Kimono
Kakemono, Unikat, 167 x 36 cm
360,00 €

Unkoku Tōban
Bodhidharma auf dem Weg
Kakemono, Unikat, 168 x 52 cm
550,00 €

Kōsūkoku
Begegnung am Fluss
Kakemono, Unikat, mit Box, 136 x 97 cm
1.290,00 €

Suzuki Shonen
Wanderer vor dem Wasserfall - Suzuku Shonen
Kakemono, Unikat, mit Box, 190 x 71 cm
380,00 €

Suma Taisui
Frühling an der alten Kirschblüte
Kakemono, Unikat, mit Box, 208 x 61 cm
470,00 €

Ikuta Tōzan
Hortensien im Frühsommerlicht
Kakemono, Unikat, 187 x 38 cm
290,00 €

Nakagawa Wado
Wasserfall im Gebirge
Kakemono, Unikat, 195 x 59 cm
380,00 €

Yamamoto Baiitsu
Reiher auf Fels mit Chrysanthemen
Kakemono, Unikat, 189 x 60 cm
290,00 €

Mori Getsujō
Singvogel auf Rebe
Kakemono, Unikat, 142 x 37 cm
1.420,00 €

Kano Shūshin
Pagode auf der Klippe
Kakemono, Unikat, 190 x 37 cm
290,00 €

Kano Eishin und Kano Yoshinobu
Kraniche vor dem Fuji (in der Tradition der Kano-Schule)
Kakemono, Unikat, mit Box, 162 x 41 cm
450,00 €

Murata Tōho
Kranichpaar zwischen Kiefernzweigen in Sepiatönen
Kakemono, Unikat, 195 x 62 cm
390,00 €

Sōbun
Harmonie am Wasser
Kakemono, Unikat, 193 x 38 cm
330,00 €

Jōdō
Bienen vor Wasserfallkulisse von Jodo
Kakemono, Unikat, 188 x 62 cm
375,00 €

Shūjō
Im Wasser tanzender Karpfen
Kakemono, Unikat, 165 x 68 cm
460,00 €

Sakai Hōitsu
Blühende Päonien auf Fels
Kakemono, Unikat, mit Box, 150 x 47 cm
430,00 €

Yoda Chikoku
Drei Freunde des Winters
Kakemono, Unikat, 168 x 49 cm
380,00 €

Yamauchi Kōsetsu
Mönch beim Garnelenfang
Kakemono, Unikat, 186 x 45 cm
270,00 €

Kokyo
Sanfte Eleganz des Tigers - Makuri ohne Einfassung
Makuri, Unikat, 94 x 32 cm
890,00 €

Eisvogel auf einer Lotusblume
Kakemono, Unikat, 192 x 49 cm
690,00 €

Kida Kado
Kormorane im Meer
Kakemono, Unikat, 190 x 52 cm
450,00 €

Vögel auf einer Wiese
Kakemono, Unikat, 180 x 60 cm
280,00 €

Kano Shunobu
Jurojin mit Kranich der Langlebigkeit
Kakemono, Unikat, 183 x 52 cm
330,00 €

Natsume Shugaku
Drache in dunklen Wolken
Kakemono, Unikat, 123 x 73 cm
490,00 €

Okamoto Tohiyoko
Zwei Kraniche unter Kiefern am Ufer
Kakemono, Unikat, 139 x 65 cm
330,00 €

Mei Harutaka
Zwei Koikarpfen im Wasser
Kakemono, Unikat, 123 x 62 cm
290,00 €

Yoshida Toho
Springender Karpfen im Wasser
Kakemono, Unikat, 190 x 60 cm
380,00 €

Tanaka Totsugen
Einsamer Hirsch im Mondschein
Kakemono, Unikat, mit Box, 180 x 53 cm
1.230,00 €

Inoue Shundo
Zen-Kalligrafie „Stille“
Kakemono, Unikat, 128 x 72 cm
480,00 €

Kano Toun
Fuji-San im Morgenrot
Kakemono, Unikat, 112 x 61 cm
1.190,00 €

Kano Naganobu
Fuji-San hinter Kiefernhügel
Kakemono, Unikat, 131 x 78 cm
890,00 €

Kishi Renzan
Zwei weiße Reiher
Kakemono, Unikat, mit Box, 190 x 53 cm
620,00 €

Kubota Beisen
Berglandschaft im Nebel von Kubota Beisen
Kakemono, Unikat, mit Box, 117 x 66 cm
410,00 €

Krähe im herbstlichen Geäst
Kakemono, Unikat, 200 x 52 cm
440,00 €

Bunkai
Zwei Drachen im Aufstieg durch die Wolken
Kakemono, Unikat, 184 x 55 cm
380,00 €

Kishi Ganku
Drache über dem Fuji
Kakemono, Unikat, 175 x 65 cm
380,00 €
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Die Meiji-Restauration: ein Land wechselt die Richtung
Die erzwungene Öffnung Japans durch die USA im Jahr 1853 beendete die jahrhundertelange Abschließung des Landes und führte 1868 zum Sturz des Tokugawa-Shogunats. Kaiser Mutsuhito erlangte die tatsächliche Regierungsgewalt zurück und nahm den Regierungsnamen Meiji an, „erleuchtete Regierung“. In wenigen Jahrzehnten übernahm Japan westliche Verwaltung, Recht, Industrie und ein neues Schulsystem und stieg bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zur mächtigsten Nation Asiens auf. Der Wandel erfasste Kleidung, Architektur und bildende Kunst gleichermaßen.
Nihonga und Yōga: ein Ringen um Identität
Mit der Ölmalerei, Yōga genannt, kamen westliche Techniken und Ausdrucksformen ins Land. Als bewusste Antwort darauf entstand der Begriff Nihonga, „japanisches Bild“: Künstler beriefen sich ausdrücklich auf die einheimische Tradition mit ihren Pigmenten, Bildträgern und Techniken. Diese Debatte prägte die japanische Kunstwelt über Jahrzehnte. Dass die überlieferten Bildthemen dabei nicht verschwanden, zeigt sich an Rollbildern dieser Zeit: Kraniche unter Kiefern, der Fuji über Wolkenbändern, Karpfen in der Strömung, Drachen in Tuschewolken, Vögel und Blumen im Wechsel der Jahreszeiten.
Die Kanō-Tradition lebt weiter
Viele Maler der Meiji-Zeit waren noch in der Formensprache der Kanō-Schule ausgebildet, die Japans offizielle Malerei vom 15. bis ins 19. Jahrhundert bestimmt hatte. Wer um 1900 eine Kanō-Landschaft malte, tat genau das, wozu er ausgebildet worden war. Manche Rollbilder tragen deshalb Stempel älterer Kanō-Meister, ohne von ihnen selbst zu stammen – als Verbeugung vor der Schule, in deren Linie sich der Maler stellte. Neben Landschaften und Tierbildern entstanden Darstellungen schöner Frauen (Bijinga), Zen-Motive wie Bodhidharma oder Kanzan und Jittoku, Kalligrafien und Sets aus mehreren Rollbildern, etwa zu den vier Jahreszeiten.
Japonismus und Weltausstellungen
Mit der Öffnung gelangten japanische Holzschnitte, Lackarbeiten, Textilien und vor allem Keramik und Porzellan in großem Umfang nach Europa und in die USA. Auf den Weltausstellungen in Wien 1873 und Paris 1878 und 1889 präsentierte Japan sein Kunsthandwerk einem internationalen Publikum, und der Japonismus beeinflusste Impressionismus und Jugendstil nachhaltig. Für Keramikzentren wie Arita und Kutani bedeutete das eine zweite, kräftige Exportblüte. Zugleich verloren viele kleine Töpferöfen mit dem Ende der Feudalherrschaft ihre Schutzherren und mussten sich am Markt behaupten.
Daruma-Figuren aus Bizen und Kutani
Unter den Figuren der Meiji-Zeit ist ein Motiv besonders häufig: Bodhidharma, in Japan Daruma genannt, der als Begründer des Zen-Buddhismus gilt. Er wird meist mit durchdringendem Blick, zusammengezogenen Brauen und über den Kopf gezogener Kapuze dargestellt – Ausdruck seiner legendären neunjährigen Meditation. Daruma gilt in Japan als Glücksbringer und Sinnbild für Durchhaltevermögen. Figuren aus Bizen-Keramik sind unglasiert und erdfarben; der Holzofenbrand hinterlässt dunkle Schattierungen, die den Ausdruck vertiefen. Figuren aus Kutani-Porzellan tragen dagegen eine kräftige Aufglasurmalerei, häufig in leuchtendem Rot mit Gold, gelegentlich auch in strahlendem Weiß.
Woran man Meiji-Stücke erkennt
Bei Rollbildern verrät der Bildträger am meisten: Papier und Seide werden wärmer im Ton, die Tusche zieht in die Fasern. Synthetische Anilinfarben sind in Japan ab den 1860er Jahren nachweisbar – kräftige Farbtöne sind auf einem Meiji-Bild daher kein Widerspruch. Die Montierung sagt wenig, weil sie im Lauf der Zeit erneuert wird; Rollenenden (Jikusaki) aus Knochen oder Holz gehören zur klassischen Ausstattung. Signatur und Entstehungszeit sind zwei getrennte Angaben, die auseinanderfallen können. Bei Figuren sitzen Signatur oder Stempel meist an der Unterseite; ein Stempel bezeichnet oft die Werkstatt und nicht zwingend die einzelne Hand.
Verwendung und Pflege
Ein Kakemono wird traditionell im Tokonoma gezeigt und dort tief gehängt, weil man es sitzend betrachtet. In einer westlichen Wohnung wirkt es stimmiger, wenn die Bildmitte etwa auf Augenhöhe liegt. Es hängt jeweils einige Wochen, bei indirektem Licht und gleichmäßiger Luftfeuchte, und wird dann locker aufgerollt in seiner Holzbox verwahrt; Staub entfernen Sie nur trocken mit einem weichen Pinsel. Eine Daruma-Figur braucht einen ruhigen, sicheren Platz – auf einem Regal, in einer Nische oder neben einem Rollbild mit Zen-Motiv. Holzbox und Beilagen bleiben in jedem Fall beim Stück.
Worauf Sammler achten
Ein sorgfältig gemaltes Rollbild der Meiji-Zeit führt eine große Tradition fort und hängt als Unikat an der Wand, nicht als Reproduktion. Entscheidend ist, dass von Hand gemalt wurde: Pinsellinien setzen mit Druck an und laufen aus, ein echt abgedrücktes Siegel liegt leicht erhaben auf. Achten Sie darauf, dass Zustand und Zuschreibung offen beschrieben sind. Bei Figuren lohnt der Blick auf Brand, Glasur oder Bemalung und auf den Ausdruck des Gesichts – darin liegt die Handschrift der Werkstatt.

















